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Mit dieser Softair-Waffe war die Frau unterwegs. 

Obersendling

Polizist schießt auf bewaffnete Frau

München - Ein Polizist hat am Samstag auf eine Frau geschossen, die mit einer Pistole Passanten bedroht hat und in eine U-Bahnstation gelaufen ist. Die 50-Jährige wurde überwältigt – sie ist psychisch krank.

Es ist Samstag gegen 13.25 Uhr, als der erste Notruf bei der Polizei eingeht: Auf der Geltinger Straße ist eine Frau mit einer Pistole in der Hand unterwegs und bedroht wahllos Passanten. Sofort läuft ein Großeinsatz in Obersendling an. Als die ersten Streifen eintreffen, ist die Frau bereits über die Baierbrunner Straße direkt in Richtung der U-Bahnstation Obersendling unterwegs. Und tatsächlich hat sie eine Schusswaffe in der Hand, die dem äußeren Anschein nach echt ist. 

Insgesamt fünf Beamte kreisen mit ihrerseits gezogenen Dienstwaffen die wirr wirkende Frau ein und fordern sie auf, anzuhalten und die Waffe auf den Boden zu legen. Die Frau reagiert jedoch nicht darauf, sondern setzt ihren Weg fort. Da sie unbeirrt weiter in Richtung des U-Bahn-Abgangs läuft, feuert ein 25-jähriger Beamter einen Warnschuss in die Luft. Doch auch darauf reagiert die Frau nicht. Laut Polizei sagt sie stattdessen, dass sie jetzt „in die Innenstadt fährt und jemanden bestraft“. 

Psychisch krank - und drei Promille Alkohol im Blut

Als sie den Abgang zur U-Bahn hinunterlaufen will, versucht derselbe Beamte, sie mit einem Schuss in die Beine zu stoppen – trifft aber nicht. Die Polizisten verfolgen sie weiter, haben wegen anderer Passanten nun aber teils kein freies Schussfeld mehr. Erst am Bahnsteig können sie die Frau stellen, überwältigen und festnehmen. Verletzt wird glücklicherweise niemand. 

Im Polizeigewahrsam stellt sich heraus, dass die 50 Jahre alte Münchnerin schon länger psychisch krank ist. Außerdem hat sie knapp drei Promille Alkohol im Blut. Bei der Pistole handelt es sich um eine kaum gefährliche sogenannte Softairwaffe, die einer echten Schusswaffe aber täuschend ähnlich sieht. Nach Angaben der Polizei wurde die Münchnerin noch am Samstag in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Eine Gefährdung von Unbeteiligten bestand durch die Schussabgabe nach dem bisherigen Stand der polizeiinternen Ermittlungen nicht.

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