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Blick ins weite Rund: ein Teil der sanierungsbedürftigen Westkurve des Grünwalder Stadions (oberer Bildrand) ist gesperrt – und damit leer.

Serie: Das bringt 2016 in den Stadtteilen

Neue Pläne - Was passiert mit dem Grünwalder Stadion?

München - Viele Themen bewegen Untergiesing-Harlaching – besonders die Zukunft des Osram-Areals und des Grünwalder Stadions treibt die Menschen um.

Im Oktober 2015 war ein Zwischenergebnis für das ehemalige Osram-Areal vermeldet worden. Das Preisgericht hatte die Entwürfe der Berliner Büros „Ortner und Ortner Baukunst“ und „Topotek 1 Gesellschaft von Landschaftsarchitekten“ auf den ersten Platz gesetzt. Damals war jedoch noch unklar, wie es mit dem denkmalgeschützten Osram-Haus weitergeht. Im Dezember plädierte die Jury für den Abriss. Sie wählte den Entwurf aus, der eine komplette Neubebauung des Areals vorsieht.

Rund 370 neue Wohnungen für bis zu 850 Menschen sind auf dem früheren, 32 000 Quadratmeter großen Firmen-Grundstück an der Hellabrunner Straße geplant. Entstehen werden zudem Kindertageseinrichtungen, Gewerbe und Grünflächen. Der Baustart erfolgt voraussichtlich im Jahr 2018. Bis dahin dienen die Gebäude weiterhin als Unterkunft für bis zu 800 Flüchtlinge.

Die ersten Asylbewerber zogen Ende 2015 in die Bürogebäude auf dem früheren Osram-Areal ein. Eine weitere Flüchtlingsunterkunft ist am Hollerbusch 1 geplant. Dort wird heuer eine zweistöckige Containeranlage für 48 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge errichtet. Die Fertigstellung ist für Juni geplant. Dazu gibt es am Montag, 11. Januar, ab 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im Katholischen Pfarramt am Bienenkorb 2.

Wie das Stadion an der Grünwalder Straße künftig genutzt wird – diese Frage ist bis dato ungeklärt. 2016 könnte dazu Antworten liefern. Im Stadtrat herrschte zuletzt noch Uneinigkeit darüber, wie es mit der traditionsreichen Spielstätte weitergehen soll. Unter anderem geht es darum, ob die Westkurve saniert wird. Damit könnte die Kapazität des Stadions wieder gesteigert werden – auf bis zu 20 000 Zuschauer. Derzeit sind nur 12 500 Besucher zugelassen. Der TSV 1860 deutet immer wieder mal an, dass er sich eine Rückkehr seiner Profis dorthin durchaus vorstellen könnte. Doch entscheidend ist auch der politische Wille. Und der zeichnet sich derzeit noch nicht ab, SPD und CSU sind sich nicht einig. Die Menschen im Stadtteil beschäftigt ein weiterer Punkt: „Egal, in welche Richtung das Ganze läuft, für uns ist eine Lösung wichtig, die auch für die Anwohner verträglich ist“, so der Vorsitzende des Bezirksausschusses Untergiesing-Harlaching, Clemens Baumgärtner (CSU).

Zum Tierpark: Die Sanierung des historischen Elefantenhauses von 1914 kommt zügig voran. Bereits im Sommer soll das architektonische Wahrzeichen des Münchner Tierparks in neuem Glanz erstrahlen. Die Kuppel des Baus wurde rechtzeitig vor Wintereinbruch provisorisch geschlossen. Damit kann der Innenausbau auch während der kalten Monate weiterlaufen. Im Herbst 2010 war ein Teil der Decke eingestürzt – Mensch und Tier kamen dabei nicht zu Schaden. Das Haus wurde gesperrt, Elefanten und Giraffen zogen in ein Ausweichgebäude. Der Tierpark entschied in Abstimmung mit seinem Aufsichtsrat, eine neue Kuppel als Stahlkonstruktion zu errichten. Mitte des Jahres wird die aufwändige Sanierung abgeschlossen sein. Die große Wiedereröffnung des Elefantenhauses ist für den Sommer geplant. Danach stehen weitere Neuerungen an: Im Herbst beginnt der Umbau des Kindertierparks.

Um die Verkehrsprobleme in seiner Umgebung zu lösen, plant der Tierpark Hellabrunn ein Parkhaus. Momentan ist angedacht, es auf dem Parkplatz an der Siebenbrunner Straße zu errichten. Momentan wird eine Machbarkeitsstudie mit der Überprüfung der unterschiedlichen Varianten durch externe Fachleute erstellt.

Die für 2016 geplante Sanierung der Tram-Wendeschleife brachte bereits im vergangenen Jahr Bürger und den Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching auf die Palme. Denn deswegen werden an der Endhaltestelle Großhesseloher Brücke die vorhandenen rund 80 Stellplätze fast komplett wegfallen. Die Stadtwerke München haben entschieden, dass es dort künftig nur noch drei Kurzzeitparkplätze vor dem Kiosk und vier bis fünf Taxistellplätze geben. Nach Ansicht des BA drohen damit riesige Probleme. Er befürchtet, dass Pendler, Kiosk-Kunden und Erholungssuchende ihre Fahrzeuge künftig in bereits überlasteten Wohnstraßen in der Umgebung abstellen. Das Stadtteil-Gremium will da nicht mitspielen und fordert nach wie vor, dass die Parkplätze erhalten werden.

Der Bereich vor der St. Anna Kirche erhält 2016 eine Verschönerungskur. Unter anderem wird der stark beschädigte Asphaltweg zur Kirche saniert und mit Klinkerplatten ausgestattet. Neu befestigt wird auch der vorhandene Trampelpfad unter den alten Bäumen. Zudem entstehen zwei mit Mosaiksteinen gepflasterte Plätze, die das Claude-Lorrain-Denkmal einbinden. Die Arbeiten erfolgen voraussichtlich im Frühjahr. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 150 000 Euro.

Brigitta Wenninger

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