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Togo, Chef der Hellabrunner Giraffen, ist am Dienstag tot in seinem Stall gefunden worden. Togo lebte fast 20 Jahre im Tierpark Hellabrunn.

Er lag tot im Gehege

Trauer in Hellabrunn: Giraffenbulle Togo gestorben

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München - Schon wieder ein Trauerfall bei den Hellabrunner Giraffen: Giraffenbulle Togo ist am Dienstag tot in seinem Gehege gefunden worden. Erst vor zwei Wochen musste Giraffendame Kabonga eingeschläfert werden.

Wie der Tierpark Hellabrunn mitteilt, wurde der fast 24-jährige Giraffenbulle Togo am Dienstagmorgen, 19. Mai, tot im Stall aufgefunden. Als die Tierpfleger am Morgen in den Stall der Hellabrunner Giraffensavanne kamen, fanden sie den Giraffenbullen leblos am Boden. Sofort wurden die Tierärzte hinzugezogen, die den Bullen in letzter Zeit intensiv betreut hatten. Doch sie konnten nur noch den Tod des Tieres feststellen.

Togo lebte fast 20 Jahre im Tierpark Hellabrunn.

Die Ärzte vermuten, dass Togo zwischen 4 und 5 Uhr morgens verstorben ist. Der Körper des Giraffenbullen ist jetzt zur Obduktion in der Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Untersuchungen, die eventuell Aufschluss geben über die Todesursache, werden etwa eine Woche in Anspruch nehmen.

Togo, der gutmütige Netzgiraffenbulle, kam am 14. April 1994 aus der Wilhelma in Stuttgart nach Hellabrunn. Dort war er am 28. Juli 1991 zur Welt gekommen. Gut zwanzig Jahre waren er und Kabonga ein Paar. Am 8. Mai wurde die Giraffendame eingeschläfert: Aus altersbedingten Gründen und nach der Geburt eines lebensschwachen Jungtiers im Dezember 2014 hatte sie irreparable Probleme beim Laufen.

Togo hatte in letzter Zeit ebenfalls gesundheitliche Probleme, wahrscheinlich wegen seines relativ hohen Alters. Zoodirektor Rasem Baban sagte: „Togo lebte fast 20 Jahre lang in Hellabrunn und war Vater von zehn Jungtieren. Nun wird sein zweijähriger Sohn Naledi die Rolle des Zuchtbullen übernehmen. Dies ist der positive Aspekt an der traurigen Tatsache, dass Togo gestorben ist: Wäre Togo noch hier, hätten wir den kleinen Naledi, der bald geschlechtsreif ist, in einen anderen Zoo abgeben müssen. Nun kann er in Hellabrunn bleiben. Außerdem sind wir bemüht, zeitnah eine neue Spielkameradin für Naledi und Bahati nach Hellabrunn zu holen.“

Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Netzgiraffen (Gelsenkirchen) koordiniert den Bestand der Art in europäischen Zoos und vermittelt die Giraffen an verschiedene zoologische Einrichtungen. In der Natur gehen die Bestände stetig zurück. In Afrika leben weniger als 4700 Netzgiraffen.

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