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An der Siebenbrunner Straße soll ein Parkhaus entstehen.

Alternativ-Standort möglich

Planungsstopp aufgehoben: Doch ein Parkhaus für den Zoo?

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Bekommt Hellabrunn nun doch ein Parkhaus? Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD) hat gegenüber unserer Zeitung bestätigt, dass der Planungsstopp aufgehoben wurde.

München - Die Debatte um ein mögliches Parkhaus für den Tierpark Hellabrunn nimmt erneut Fahrt auf. Denn der Aufsichtsrat hat den Planungsstopp aufgehoben. Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD), Vorsitzende des Zoo-Aufsichtsrates, bestätigte unsere Information. Nun soll das Planungsreferat einen Bebauungsplan erstellen.

Dazu braucht es jedoch einen Beschluss, den der Stadtrat im Herbst fassen soll. Erst danach kann die Verwaltung ein entsprechendes Verfahren beginnen. Und das wird insgesamt dauern. Denn dabei müssen nicht nur die Träger öffentlicher Belange gehört werden, sondern durch Untersuchungen müssen auch im Vorgriff noch offene Fragen geklärt werden – etwa die Auswirkungen des Neubaus auf den Naturschutz oder den Verkehr. Denn noch ist unklar, ob ein neues Parkhaus nicht auch mehr Autos in die angrenzenden Stadtviertel ziehen wird.

Wie berichtet, hatte Strobl die Pläne zunächst auf Eis gelegt, da das Planungsreferat Bedenken wegen des Naturschutzes angemeldet hatte. In der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrates votierte das Gremium mehrheitlich für die Fortführung, allerdings nur mit einem Bebauungsplan-Verfahren. „Auch dem Planungsreferat ist klar, dass am Tierpark Parkmöglichkeiten gebraucht werden“, sagt Strobl. „Wir haben weiterhin Rekordbesucherzahlen. Die Park-Situation ist aber unbefriedigend.“

Die Verwaltung wird nun einen Beschluss ausarbeiten – auf Grundlage der bisherigen Planungen, aber durchaus auch mit neuen Ideen. So soll der Stadtrat entscheiden, ob etwa ein Parkhaus für Fahrräder in dem Gebäude integriert werden kann. Zudem ist davon auszugehen, dass das Referat auch Alternativ-Standorte für das Zoo-Parkhaus vorschlagen wird.

Das ist unerlässlich, wenn es um Eingriffe in Naturschutz-Belange geht. Die Rede ist etwa von einem möglichen Standort am Candidplatz, der allerdings von Viertel-Politikern sehr kritisch gesehen wird. „Wir müssen schauen, was dabei rauskommt“, sagt Strobl, die sich zudem mit ihrer Partei auseinandersetzen muss. Denn die Genossen hatten das Parkhaus bei einem Parteitag zuletzt abgelehnt. In der Stadtratsfraktion indes stehen die Zeichen eher auf Zustimmung. Strobl: „Da wird sicher noch mal diskutiert werden.“

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