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Die Aktionsgruppe Untergiesing engagiert sich seit Jahren für bezahlbaren Wohnraum in München.

Mehrgenerationenhaus und bezahlbare Mieten

Wohnungsnot: Aktivisten wollen Genossenschaftsprojekt gründen

In Zeiten der Wohnungsnot versuchen immer mehr Münchner sich selbst zu organisieren: So will eine Münchner Initiative ein genossenschaftliches Wohnprojekt an der Isar ins Leben rufen. Dafür hoffen sie auf ein Grundstück von der Stadt.

Thalkirchen - Johannes Jonic hat einen Traum. Ein Wohnhaus, in dem mehrere Generationen wohnen. Und das mit bezahlbaren Mieten. Möglich soll das Ganze ein Projekt in Thalkirchen machen. „Wir sind auf die Idee gekommen, da viele von uns einfach unzufrieden mit ihrer bisherigen Wohnsituation sind“, erklärt Johannes Jonic von „El Caracol“ in der Hallo München

In einem ehemaligen Rollladenbetrieb nahe der Isar will die Initiative „El Caracol“ (spanisch: „die Schnecke“) und die Aktionsgruppe Untergiesing ein autonom verwaltetes Wohnprojekt ins Leben rufen. Denn: Wohnungsnot und überteuerte Mieten auf der einen Seite – leerstehende Gebäude und verwaiste Grundstücke auf der anderen Seite, das sei in München vielerorts Realität. 

Johannes Jonic, Giesinger, ist eines von 15 Mitgliedern, die an dem Projekt arbeiten. Durch Bekannte wurde „El Caracol“ auf ein Grundstück an der Fraunbergstraße aufmerksam, auf dem seit Jahren der frühere Rollladen- und Jalousienbetrieb leer steht. Es gehört der Stadt München. Eine geplante Kindertagesstätte 2010 wurde nicht gebaut. „El Caracol“ versuchte das Kommunalreferat von einem genossenschaftsähnlichen Wohnhaus dort zu überzeugen.

„Unser Haus will ein Dach für möglichst vieles bieten“

„Die Schnecke“ liegt damit im Trend: Immer mehr Münchner schließen sich zusammen, um eigenen, günstigen Wohnraum zu schaffen. Insgesamt gibt es derzeit über 40 Wohnungsbaugenossenschaften in der Stadt

Während sich die klassische Wohnungsbaugenossenschaft auch über Einlagen ihrer Mitglieder finanziert, bezieht „El Caracol“ dagegen sein Geld durch Kleinkredite. Für das Grundstück hoffen sie auf die Stadt. Im Gegenzug soll das Objekt an der Fraunbergstraße für alle Münchner offen sein. „Unser Haus will ein Dach für möglichst vieles bieten“, sagt Jonic. Es soll ein Ort geschaffen werden, der Vereinen, Initiativen und Privatpersonen Platz geben soll, um ihre Ideen umzusetzen, betont er weiter in der Hallo. Denkbar sei ein Café als Treffpunkt sowie Räume für kulturelle und politische Gruppen. „El Caracol“ wünscht sich, in das Viertel hineinzuwirken und die Stadtgesellschaft mitzugestalten.

Das will die Gruppe nicht mit früheren Methoden wie der friedlichen Besetzung des Kegelhofs (bei Kaffee und Kuchen) in der Au machen, sondern stehe für den Dialog: „Wir haben schon jetzt Nachbarn, Interessierte und die Lokalpolitik zum Kennenlernen und Ideenaustausch eingeladen.“

Eine weitere Genossenschaft wurde erst Anfang des Jahres in Riem gegründet. Die Mitglieder von „Kooperartive Großstadt“ haben bereits ein Grundstück in der Messestadt.

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ch

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