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Die Wolfratshauser Straße war bisher ein gefährliches Pflaster für Fahrradfahrer - das soll sich nun ändern.

Nicht jeder ist zufrieden

Nach jahrelangem Kampf: Wolfratshauser Straße soll endlich verbreitert werden

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Die Wolfratshauser Straße wird ausgebaut: Der Bauausschuss hat die Pläne zur Verbreiterung der Straße zwischen Siemensallee und Josefinenstraße beschlossen.

Bereits im Jahr 2011 gab es einen ersten Antrag zur Umgestaltung der Wolfratshauser Straße. Passiert ist seitdem nichts. Im vergangenen Jahr stellte ein Bürger in einer Sitzung des Bezirksausschusses Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln (BA 19) ebenfalls einen Antrag, die Stadt möge sich endlich um den Ausbau kümmern. Vor allem forderte er einen durchgehenden Radweg – möglichst getrennt vom Gehweg und zwei Meter breit.

Dass etwas getan werden muss an der Wolfratshauser Straße, da sind sich im Prinzip alle einig: Bürger, BA und die Stadt. Mit der Erschließung des Baugebietes westlich der Wolfratshauser Straße (ehemaliges Siemens-Areal) sind mehrere tausend Einwohner in diese Region zugezogen. So wurde ein Ausbau der Straße noch dringender. Die Straße ist stark überlastet – mit Autofahrern, aber auch mit Radfahrern. Derzeit sind Fußgänger und Radfahrer auf der Wolfratshauser Straße gezwungen ab der Siemensallee auf die Straße oder die Grünflächen dahinter auszuweichen.

Bauausschuss: Mehrere Alternativen diskutiert

Doch warum dauerte eine Entscheidung mehrere Jahre? Probleme sind zum Beispiel ein Landschaftsschutzgebiet und private Gärten, die bis zum jetzigen Zeitpunkt direkt an die Straße angrenzen. Diese machen eine Verbreiterung schwierig. So wurde lange auch ein einseitiger Rad und Fußweg im Bauausschuss diskutiert. 

Letztendlich entschied sich die Stadt aber für den beidseitigen Rad- und Fußweg. Somit schließt dieser Abschnitt die bestehende Lücke in der Wolfratshauser Straße – im nördlichen und südlichen Abschnitt ist der Ausbau bereits erfolgt. Nach Fertigstellung gibt es dann einen durchgehenden Rad- und Fußweg zwischen Solln und der Innenstadt.

Bürger hatten jahrelang für einen Radweg gekämpft

Die Begründung der Stadt: Aufgrund der stetig steigenden Verkehrszahlen auf der stark befahrenen Straße ist es erforderlich, die Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Für einen getrennten Rad- und Gehweg – wie ihn viele Bürger und auch der BA 19 gefordert haben – sei zu wenig Platz, so die Stadt. Und man wolle den Eingriff in die Natur möglichst gering halten.

Im Juni 2017 war eine Radfahrerin auf der Wolfratshauser Straße tödlich verunglückt.

Die Politiker und Bürger, die jahrelang für einen Radweg gekämpft haben sind also nur halb zufrieden. „Wir hätten uns einen getrennten Rad- und Fußweg gewünscht“, so Ludwig Weidinger (CSU), Vorsitzender des BA 19. „Allerdings sind die angrenzenden Flächen nicht im städtischen Eigentum und ein Eingriff würde aus Naturschutzgründen kritisch gesehen.“ Trotzdem schickte der BA einen Antrag an die Stadt, diese möge noch einmal prüfen, ob ein getrennter und breiterer Rad- und Fußweg nicht doch noch möglich wäre. Die Chancen stehen aber schlecht: Der Bauausschuss hatte die Pläne einstimmig beschlossen.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Thalkirchen – mein Viertel“.

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