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Pallaskatzen werden die Manule auch genannt.

Zuwachs im Münchner Zoo

Kennen Sie die? Eine neue Tierart für Hellabrunn

Seit wenigen Wochen sind sie schon im Tierpark, nun können die Besucher endlich einen Blick auf die beiden Schwestern werfen. Mit der Enthüllung der neuen Zoo-Bewohner hatte es der Tierpark tagelang spannend gemacht. 

München - Die zwei Manul-Weibchen sind die neuesten Mitbewohner in der Hellabrunner Dschungelwelt. Ganz einfach ist es nicht, die Pallaskatzen, wie Manule auch genannt werden, in ihrer Anlage rechts neben dem Dschungelzelt auf Anhieb zu entdecken: Schließlich können sich die kleinen Wildkatzen mit ihrem graubraun getigerten Fell sehr gut in den Sträuchern und Büschen verstecken. 

Mit der Ankündigung um die neuen Zoo-Bewohner hatte der Tierpark seine Fans zuvor tagelang auf die Folter gespannt. Via facebook konnten die Zoo-kenner raten, was für eine Tierart wohl in München einzieht. 

Besonders aktiv sind Manule in der Dämmerung. Mit ihrem dichten, dicken Fell und der gedrungenen Gestalt wirken sie häufig größer, als sie tatsächlich sind: Etwa 60 Zentimeter misst ein Manul und ist damit kaum größer als eine Hauskatze. Eine weitere Besonderheit ist das Gesicht der asiatischen Katzenart: Durch die weit auseinanderstehenden Augen und Ohren wirkt der Blick des Manuls immer etwas grimmig und schlecht gelaunt. Anders als bei den meisten anderen Kleinkatzenarten zieht sich zudem die Pupille rund und nicht schlitzförmig zusammen.

Eine Manul-Mädchen-Gruppe für München

Die im Tierpark Hellabrunn lebenden Manul-Weibchen kamen im Frühjahr 2016 im tschechischen Zoopark Chomutov zur Welt. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Besuchern mit diesen außergewöhnlichen Katzen eine weitere interessante Tierart zeigen können“, so Tierpark-Direktor Rasem Baban und ergänzt: „Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms bieten wir den beiden Weibchen einen längerfristigen Platz in Hellabrunn.“ Da sich der Bestand der in Zoos lebenden Manule momentan gut entwickelt, ist eine Zucht derzeit nicht notwendig. Daher leben die beiden Katzen, ähnlich wie schon andere Tierarten in Hellabrunn, als weibliche Junggesellen zusammen.

Der natürliche Lebensraum von Manulen sind felsige Steppen und Wüsten sowie Mittel- und Hochgebirge in Zentralasien. Dort ernähren sie sich von kleinen Säugetieren und Vögeln, aber auch Insekten können auf dem Speiseplan der Wildkatzen stehen. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten der IUCN gelten Manule als „potenziell gefährdet“, ihr Bestand wird derzeit auf etwa 50.000 Tiere weltweit geschätzt.

Gesucht werden noch Paten

Um Manule in ihrem natürlichen Lebensraum auch weiterhin zu schützen, wird sich der Tierpark Hellabrunn zukünftig im Rahmen des Artenschutzprojektes “PICA” (Pallas’s Cat International Conservation Alliance) für den Erhalt der natürlichen Population einsetzen. Wer die Münchner Manule in besonderem Maße unterstützen möchte, hat die Möglichkeit einer Tierpatenschaft. Bei Übernahme einer Patenschaft für beide Tiere kann der Pate auch einen Namen für die Katzen bestimmen. Als Pate unterstützt man den Tierpark nicht nur bei der Pflege und Versorgung der Tiere, sondern engagiert sich auch nachhaltig für den Artenschutz.

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