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Schon in medizinischer Behandlung, aber noch gut zu Fuß: Steffi im Jahr 2016.

Ethikkommission musste entscheiden

Große Trauer in Hellabrunn: Elefantendame Steffi ist tot

Die Elefantendame Steffi starb am Mittwoch im Tierpark Hellabrunn, nachdem es ihr schon einige Wochen lang schlecht gegangen war.

Thalkirchen - Aufgrund ihres für Elefanten bereits fortgeschrittenen Alters befand Steffi sich schon seit einigen Jahren in medizinischer Behandlung. Mit der Rüssellähmung, die sie sich schon seit ihrer Geburt in Indien 1966 auseinandersetzen musste, kam die Elefantenkuh gut zurecht. Anfang des Jahres begann ihr Gesundheitszustand sich jedoch drastisch zu verschlechtern. Obwohl sie seitdem intensiv medizinisch betreut wurde, legte sie sich trotz Erschöpfung kaum noch hin, weil ihr das Aufstehen zu große Mühe machte.

Laut Zoodirektor Rasem Baban war dieses Verhalten Steffis Art und Weise zu zeigen, dass sie nicht mehr könne und wolle. Deshalb sei eine Ethikkommission aus Tierpflegern, Tierärzten, Bereichsleitern und zoologischer Leitung einberufen worden. Es sei einstimmig beschlossen worden, die Elefantendame von ihrem Leid zu erlösen. 

Anschließend wurden die restlichen Mitglieder der Hellabrunner Elefantenherde ins Elefantenhaus gelassen, um sich von der verstorbenen Leitkuh verabschieden zu können. Elefanten bilden üblicherweise einen Kreis um ein verstorbenes Mitglied ihrer Herde, und fahren dann mit ihren Rüsseln über den toten Körper.

Mit Steffi hat die Herde von Hellabrunn nun ihre Leitkuh verloren. Seit dem Tod der Elefantenkuh Tina vor sechs Jahren hatte Steffi in dieser Rolle fungiert. Es ist noch nicht klar, wer jetzt in ihre Fußstapfen tritt; das hängt davon ab, wen die Elefanten als ranghöchstes Tier akzeptieren. 

Lesen Sie hier ein Interview mit Steffi von 2009 (merkur.de)

mm/tz

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