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Zeugen diese Reifenspuren von einem Bärlauch-Diebstahl?

An der Isar

Rätselhafte Reifenspuren: Bärlauch-Klau im großen Stil?

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An der Isar, im Englischen Garten - überall schießt der Bärlauch aus dem Boden. Eine Handvoll davon mit zu nehmen ist in Ordnung, doch ein Leser hat eine seltsame Beobachtung gemacht. 

München - Ein Meer aus duftenden Blättern! Der Bärlauch sprießt gerade auf weiten Flächen in Münchens Grünanlagen – ob im Englischen Garten,im Waldfriedhof oder in den Isarauen. Viele Münchner pflücken sich kleine Bündel – doch offenbar gibt es nun auch einen fetten Bärlauch-Diebstahl.

Ein Leser beobachtete, wie am Freitag in den Isarauen an der Hellabrunner Straße ein Laster von der Polizei kontrolliert wurde. „Er hatte eine große Menge Paletten mit Grünzeug geladen.“ Augenscheinlich Bärlauch. Unser Reporter fanden dort kurz darauf dicke Lkw-Spuren – direkt in der Bärlauch-Wiese. Die Polizei konnte bis Freitagabend keine Angaben zu dem Fall machen. Bleibt die Frage: Wann ist das Pflücken von Bärlauch erlaubt und wann verboten? 

Wer einen kleinen „Handstrauß“ voll Bärlauch im Englischen Garten mitnimmt, hat keine Strafe zu erwarten, so Parkchef Thomas Köster: „Wenn ihn aber einer säckeweise mitnimmt, geht das nicht.“ Dann hagle es eine Verwarnung und beim nächsten Mal eine Anzeige. Eine gewerbliche Bärlauch-Ernte ist verboten, sagt Köster – laut Landschaftsschutzverordnung, die für alle Schutzgebiete wie die Isarauen oder den Nymphenburger Park gilt. 

Auf den Friedhöfen Bärlauch zu pflücken, ist „aus Pietätsgründen“ nicht erlaubt, teilt das Referat für Gesundheit und Umwelt mit. Auch im Botanischen Garten darf die Pflanze nicht gepflückt werden. Es sei ohnehin gefährlich: Sie kann mit Hunde-oder Fuchsdreck beschmutzt sein. Und bekanntlich droht Unwissenden zudem die Verwechslung mit giftigen Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook -Seite „Thalkirchen – mein Viertel“.

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