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So langsam trauen sich die Küken vor die Tür.

Münchner Tierpark

Grau, flauschig und schon ziemlich groß: Pinguin-Küken in Hellabrunn

Der Babyboom im Münchner Tierpark geht in die nächste Runde: Bei den Humboldtpinguinen sind fünf Küken geschlüpft. 

München - Lange Zeit konnte man sie nur erahnen, doch inzwischen traut sich das eine oder andere Küken schon „vor die Tür“. Weil Humboldtpinguine Höhlenbrüter sind, versteckten sich vier der fünf Jungvögel überwiegend in den nicht einsehbaren Höhlen. Nur ein Elternpaar brütete in diesem Jahr außerhalb der Steinhöhlen im Schutz einer großen Wurzel und ermöglichte so bereits frühzeitig einen Blick auf den grauen, flauschigen Nachwuchs. 

„Es ist schön, dass wir nach den Königspinguin-Küken im vergangenen Herbst nun auch Nachwuchs bei den Humboldtpinguinen haben“, freut sich Tierpark-Direktor Rasem Baban. „Gerade bei Tieren, die in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet sind, freuen wir uns über erfolgreiche Nachzuchten.“ 

Humboldtpinguine zählen zu den bedrohten Arten. 

In freier Natur bedroht

Humboldtpinguine zählen laut der Weltnaturschutzunion IUCN zu den bedrohten Vogelarten und wird als ‘gefährdet‘ eingestuft. Sie leben an der südamerikanischen Pazifikküste in Peru und Nordchile und auf den dort vorgelagerten Inseln. Umweltverschmutzung, Überfischung und der Einfluss des Klimawandels auf die Meeresströme gefährden die Bestände der Humboldtpinguine massiv. 

Ein weiteres Problem ist der Abbau von Guano. Ganze Berge bilden sich aus dem verwitterten Kot von Pinguinen und anderen Seevögeln. Diese Guano-Berge sind für Humboldtpinguine überlebenswichtig, denn sie graben Höhlen in die Hügel hinein und nutzen diese als Nester. Der Vogelkot ist sehr phosphat- und nitrathaltig und damit ein idealer Dünger. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wird er deshalb großflächig für die landwirtschaftliche Nutzung abgebaut, wodurch die Brutmöglichkeiten der Humboldtpinguine mehr und mehr abgegraben worden sind. 

Humboldtpinguine zählen zu den bedrohten

Der Tierpark Hellabrunn unterstützt Sphenisco e.V. bei seinem Engagement für den Erhalt der Humboldtpinguine. In Zusammenarbeit mit Naturschützern und Wissenschaftlern in Chile und Peru setzt sich Sphenisco e.V. vorrangig für den Schutz von Brutkolonien und die sie umgebenden Meeresgebiete ein. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Aufklärung und Einbeziehung der lokalen Bevölkerung.

Hellabrunn: Den Flamingo-Küken beim Schlüpfen zusehen

mm/tz

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