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Glückliche Gewinner: Familie Karl aus Fürstenfeldbruck gewann bei der Merkur-Verlosung den Blick hinter die Tierpark-Kulissen.

Im Tierpark Hellabrunn

Merkur-Leser besuchen "Puri": Ein Nashorn zum Anfassen

München - Im September durften die Merkur-Leser über den Namen des neugeborenen Nashorn-Babys im Tierpark Hellabrunn entscheiden und konnten dabei ein Treffen mit dem Täufling gewinnen. Wir haben die Gewinnerfamilie Karl aus Fürstenfeldbruck bei ihrem Rendezvous mit Puri begleitet.

Der erste Kontakt zwischen Puri und der Familie Karl läuft dann doch etwas verhalten ab. Denn so ganz scheint das kleine Panzernashorn noch nicht auf Besucher eingestellt zu sein. So erhascht Puri die ersten Blicke auf Mutter Hanne, Vater Anton und die Kinder Sebastian und Julia zwischen den Beinen seiner Mutter Rapti hindurch.

Doch irgendwann wird die Neugier, und vermutlich auch der Futterneid auf das frische Gemüse, das die Besucher mitgebracht haben, dann doch zu groß – und Puri trottet hinter seiner Mutter hervor und an den Gitterzaun heran. Sofort strecken die achtjährige Julia und ihr zwölfjähriger Bruder vorsichtig die Hände durch die Gitter und streicheln Puri sanft über den Kopf. „Der fühlt sich ganz hart an“, kommentiert Julia den ersten Kontakt mit der Panzernashornhaut. Ein richtiges Kuscheltier ist Puri also nicht.

Dass die Kinder der Familie Karl heute einmal hinter die Kulissen des Tierpark schauen und dabei dem kleinen Puri viel näher kommen dürfen als alle anderen Besucher, haben sie ihrer Mutter zu verdanken. Von Hanne Karl kam nämlich die Idee, beim Gewinnspiel unserer Zeitung mitzumachen. „Eigentlich hatten wir damals für Pumori gestimmt“, erinnert sie sich. Enttäuscht sind die Karls trotzdem nicht über den Ausgang der Wahl: „Puri ist viel leichter zu merken“, findet Julia.

Seit sie von dem Gewinn aus der Zeitung erfahren hatten, konnten es die Kinder der Familie gar nicht erwarten, endlich auf Puri zu treffen. Der Besuch beim Nashorn ist für sie so etwas wie ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Doch nicht nur für die Kinder ist der Nahkontakt mit dem Nashorn etwas ganz Besonderes. Auch Vater Anton ist schwer beeindruckt. Vor allem von Puris Mutter Rapti: „Sonst kennt man diese Tiere ja nur aus Filmen.“

Der dritte im Bunde, Puris Vater Niko, muss allerdings wie immer draußen bleiben. Er könnte seinem Nachwuchs schaden und darf nicht zu Puri ins Gehege.

Aber auch so haben die Karls bei der Nashorn-Visite viel zu tun. Gemüse füttern, Ohren kraulen und immer wieder Erinnerungsfotos schießen, damit der Tag auch lange in Erinnerung bleibt.

Nach dem Besuch bei Puri nehmen sich die Karls sofort fest vor, „ihr“ Nashorn noch so oft wie möglich zu besuchen. Denn für immer wird der Nashorn-Bulle nicht in München bleiben. Seine Art ist bedroht, nur noch etwa 2750 Panzernashörner gibt es weltweit – und die Nachkommen von in Freiheit gefangenen Nashörnern sind unschätzbar wertvoll für den Genpool der Tiere in Gefangenschaft und die Zuchtbemühungen. Früher oder später wird das Münchner Kindl also wohl in einen anderen Tierpark geschickt, um auch dort für Nashorn-Nachwuchs zu sorgen. „Es ist schon bedauerlich, dass Puri irgendwann mal umziehen muss“, sagt Vater Anton Karl über die Zukunftspläne des Nashorn. „Aber wer weiß, vielleicht investieren wir, wenn es soweit ist, in eine kleine Reise und besuchen Puri auch in seinem neuen Zuhause.“

Annika Schall

Endlich draußen: Hellabrunner Nashornbaby erkundet Freigehege

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