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Der Tatort: In diesem Haus an der Thalkirchner Straße soll Elivra S. von ihrem Bruder getötet worden sein.

Strafkammer glaubt dem Geständnis

Mord in Thalkirchner Straße: Darum tötete Robert B. seine Schwester

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Das Münchner Landgericht hat Robert B. für schuldig erklärt: Der 37-jährige soll seine Schwester in deren Wohnung erdrosselt haben. Vor Gericht legte der Täter ein Geständnis ab.

München - Ein einziges Mal hat er die Geduld verloren – aber das kostete seine Schwester Elvira das Leben. Weil Robert B. (38) sie erdrosselt hat, muss er nun ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte ihn am Montag zu sieben Jahren Haft.

Aber nicht wegen Mordes! Laut Richter Michael Höhne war es Totschlag. Er folgte damit dem Plädoyer von Verteidigerin Birgit Schwerdt und begründete: „Der Angeklagte handelte aus Wut über die massiven Kränkungen durch seine Schwester – auch, weil sie ihn nicht gehen ließ.“ Denn Robert B. hatte am 2. Februar 2016 versucht, ihre Wohnung in der Thalkirchner Straße zu verlassen, als er die Demütigungen nicht mehr aushielt. Doch Elvira S. stellte sich ihm in den Weg, trat, schlug und spuckte. Danach entwickelte sich eine Rangelei, während der Robert B. ihr eine Kordel um den Hals legte – und zwei Minuten lang fest zuzog. Bis seine Schwester tot zusammenbrach!

Richter ­Michael Höhne sprach Robert B. (2. v.li.) am Landgericht schuldig wegen Totschlags.

Auf ihr Handy hatte B. noch eine SMS geschickt, als er zurück nach Ungarn fuhr. Der Inhalt: „Bin gut angekommen. Bussi.“ Laut Richter war das eine „Vorweg-Verteidigungs-Strategie“. Erst zu Prozessbeginn hatte B. die Tat gestanden – seiner Aussage glaubte das Gericht. Und sah auch im Verhalten von Elvira S. die Gründe, warum ihr Bruder so austickte.

„Sie wurde aus dem Nichts heraus impulsiv und maßregelte ihn wegen Kleinigkeiten“, sagte Höhne. Nach einer schweren Kindheit hatten beide Geschwister erst seit 2008 wieder Kontakt. Während Robert verarmt in Ungarn lebte, wurde Elvira durch Hochzeit und Erbe zur Millionärin. 900 Euro Unterhalt zahlte sie ihm pro Monat: Für Robert B. waren das zwei Drittel seines Einkommens. „Sie fühlte sich als sein Arbeitgeber“, so der Richter. Auch deshalb nahm Robert B. ihre Demütigungen hin. „Du Nichtsnutz, stinkender Penner“, schimpfte Elvira, als er Kartons für ihren Luxus-Umzug in die Müllerstraße packte. All dem hielt Robert B. stand. Doch als sie seine Kinder Zigeuner nannte, schrie er: „Jetzt reicht’s. Lass mich gehen.“ Es waren seine ersten Widerworte, aber Elvira S. prügelte sie nieder. Danach entlud sich seine ganze Wut…

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