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Das Symbolfoto zeigt einen Polizeihubschrauber.

"Nachbarn fühlen sich langsam unwohl"

Anwohner besorgt: Warum kreisen Helis über Münchner Westen?

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München - Eine besorgte Anwohnerin hat unsere Onlineredaktion kontaktiert: Sie fragte sich, warum so oft am Abend Helikopter über dem Münchner Westen kreisen. Wir haben nachgeforscht.

Hubschrauber-Geräusche über München waren früher etwas relativ Normales. Bis zu jenem 22. Juli, dem Tag des furchtbaren Amoklaufes. Alleine beim Gedanken daran, wie München zur Hochsicherheitszone wurde, weil zwischenzeitlich ein Terroranschlag an verschiedenen Plätzen befürchtet wurde, fährt wohl jedem Bürger der Schrecken in die Glieder.

Auch jetzt zucken noch viele zusammen, wenn sie Hubschrauber-Lärm über der Stadt hören. Ist etwa schon wieder so etwas Furchtbares wie der Amoklauf passiert?

Unsere Userin Lydia schickte uns am Dienstag Abend folgende Anfrage:

"Hallo liebe tz, hoffe, ihr wisst vielleicht mehr als wir. Seit Wochen kreisen über unser Viertel (Fürstenried/Neuried) Helis ... und das täglich zwischen 21.30 und 22.30 Uhr ca. 20 Minuten lang. Wir wohnen in der Appenzellerstraße, und der Heli ist ständig hier. All die Nachbarn fühlen sich langsam unwohl, weil auch nie was über Einsätze etc. in den Zeitungen steht. Ach so jetzt ist er schon wieder da. Scheint tief zu fliegen. Könnt ihr helfen und uns mit der Aufklärung der Heliflüge behilflich sein?"

Unsere Onlineredaktion hat nachgefragt - bei der Polizei, der Bundespolizei, dem Klinikum Großhadern und dem Luftamt Südbayern.

Am Dienstag wurde eine vermisste Person gesucht

Am einfachsten aufzuklären war der Fluglärm von Dienstagabend, den Lydia mit ihrem "Ach so jetzt ist er schon wieder da" ansprach. Nach Polizei-Angaben wurde eine vermisste Person im Bereich Maxhof/Fürstenried per Helikopter gesucht.

Vom Klinikum Großhadern hingegen werden keine Flüge über das betroffene Gebiet abgewickelt. "Es ist auszuschließen, dass die beobachteten Flugbewegungen mit dem Landeplatz des Klinikums der Universität München am Campus Großhadern in Zusammenhang stehen", so Sprecherin Irene Kolb. "Die An-und Abflugwege führen nicht über das von den Bürgern beschriebene Gebiet."

Die Bundespolizei-Fliegerstaffel in Oberschleißheim, deren Übungsflüge kürzlich viele Bürger beunruhigt hatten, ist derzeit auch nicht über Münchens Westen unterwegs. "Wir haben im Bereich Neuried keine Einsätze oder Übungen in letzter Zeit geflogen", so Simon Hegewald aus der Pressestelle.

Es waren wohl alles normale Routine-Flüge

Die wahrscheinlichste Lösung für die Heli-Flüge im Münchner Westen serviert das Luftamt Südbayern. "Stichprobenartige Prüfungen und Nachfragen ergaben, dass am 16.08. gegen 22:00 Uhr im Bereich Neuried ein Polizeieinsatz stattfand", bestätigt auch Gabriela große Holthaus aus der Pressestelle der Regierung von Oberbayern. "Im Übrigen fanden auch in den letzten Wochen Rettungsflüge statt. Derartige Flüge liegen im öffentlichen Interesse und bedürfen keiner gesonderten Erlaubnis. Von anderen Hubschrauberflügen in diesem Bereich und in diesem Zeitraum, außer Polizei und Rettungsflüge, haben wir keine Kenntnis."

Fazit: Bis auf den Polizei-Einsatz am Dienstagabend konnte kein Helikopter-Flug eindeutig zugeordnet werden. Es handelte sich wohl schlichtweg um Routineflüge etwa zu Rettungszwecken, wie es sie auch vor dem Amoklauf von München gegeben hat. Nur die Sorge bei diesen normalen Einsätzen, die ist derzeit eben ungleich höher ...

lin

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