Antrag im Stadtrat

Münchner Linke fordern Erhaltungssatzung für Thalkirchen

München - Erhaltungssatzungen sollen alteingesessene Mieter vor Verdrängung durch Modernisierungen und Luxussanierungen schützen. Die Linke im Stadtrat möchte, das ein weiteres Viertel unter diesen Schutz gestellt wird.

In vielen vor allem innenstadtnahen Vierteln in München gilt eine sogenannte Erhaltungssatzung. Indem durch sie Modernisierungen von Altbauten gesteuert werden, sollen alteingesessene Viertel-Bewohner vor der Verdrängung durch Luxussanierungenbewahrt werden, preiswerter Wohnraum soll erhalten bleiben.  

Lesen Sie hier: Erhaltungssatzung, was ist das?

Geht es nach der Fraktion der Partei Die Linke im Stadtrat gibt es bald ein weiteres Viertel, in dem eine solche Erhaltungssatzung erlassen wird. Sie fordert in einem Antrag an den Stadtrat, die Stadt solle prüfen, ob und inwieweit es möglich sei, in Thalkirchen eine Erhaltungssatzung einzuführen. Dabei solle außerdem geprüft werden, ob eine Erweiterung des Erhaltungssatzungsgebietes Sendling den gleichen Zweck erfüllt.

In dem Antrag wird auch ausgeführt, warum diese beiden Anliegen verknüpft werden: Das Erhaltungssatzungsgebiet Sendling umfasst auch ein Teilgebiet südlich der Brudermühlstraße. Das noch etwas weiter südlich liegende Thalkirchen ist jedoch bisher noch nicht durch eine Erhaltungssatzung geschützt. Zumindest die Altbaugebiete in Thalkirchen erscheinen der Fraktion aber durchaus geeignet. Möglicherweise sei also auch eine Vergrößerung der Erhaltungssatzung in Sendling ein geeignetes Instrument, um zumindest einen Teil des Stadtteils unter Schutz zu stellen.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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