Entwurf 2 vom Büro „su und z Architekten GbR“ aus München.

Fürstenried West

Nachverdichtung: Vier Entwürfe für ein neues Quartier

München - Die geplante Nachverdichtung einer Siedlung in Fürstenried West beschäftigt die Bewohner. Die Bayerische Versorgungskammer will dort durch Aufstockungen und Neubauten mehrere hundert zusätzliche Wohnungen schaffen. 

Den jetzigen Mietern bereitet das Vorhaben Sorgen. Man befürchtet, dass die bestehende Infrastruktur für so viele neue Bewohner nicht ausreicht.

Entwurf 1 von der „LIN Labor Integrativ Gesellschaft von Architekten mbH“ aus Berlin.

Mittlerweile liegt das Zwischenergebnis des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs vor. Die Entwürfe sind im Gemeindesaal der Andreaskirche an der Walliser Straße 11 zu sehen. Am Samstag, 22. Oktober, gibt es von 10 bis 15 Uhr eine Bürgerwerkstatt in der Aula des Gymnasiums an der Engadiner Straße 1. Im Februar kochte das Thema erstmals hoch. Mehrere Bewohner der Siedlung machten im Bezirksausschuss (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried Solln ihrem Ärger Luft. Sie hatten kurz vorher die Information erhalten, dass zu den bestehenden rund 1500 Wohnungen aus den 60er- und 70er-Jahren 600 weitere dazu kommen sollen. Inzwischen spricht die Bayerische Versorgungskammer nur noch von mehreren hundert Wohnungen.

Entwurf 3 vom Büro „h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH“ aus Stuttgart.

Das Areal zwischen Forst-Kasten-Allee, Appenzeller, Bellinzona- und Graubündner Straße umfasst etwa 13,5 Hektar. In dem von der Bayerischen Versorgungskammer ausgelobten Wettbewerb hat die Jury vor einigen Tagen im städtebaulichen Teil vier Entwürfe ausgewählt, die im Anschluss an den Bürgerworkshop überarbeitet werden sollen. Das gleiche gilt für die drei Realisierungsentwürfe die ausgesucht wurden. In ihnen geht es um die neuen Gebäudetypen und ihre Umsetzung. Nach jetzigem Planungsstand wird die Bayerische Versorgungskammer frühestens 2019 mit dem Bau beginnen können.

Die Preisträger im Bereich Städtebau sind die Büros „LIN Labor Integrativ Gesellschaft von Architekten mbH“ mit „Holzwarth Landschaftsarchitektur“, beide aus Berlin, „zillerplus Architekten und Stadtplaner“ mit „Burkhardt/Engelmayer PartG“, beide aus München, „su und z Architekten GbR“ mit „studio B Landschaftsarchitektur“, beide aus München, und „h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH“ aus Stuttgart mit „lohrer hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh“ aus München. Außer „zillerplus Architekten und Stadtplaner“ mit „Burkhardt/Engelmayer PartG“ sind alle auch die Preisträger im Bereich Wohnungsbau.

Entwurf 4 von dem Büro „zillerplus Architekten und Stadtplaner“ aus München.

Die Ergebnisse der Diskussion werden in die Überarbeitung der Siegerentwürfe einfließen. Bürger können sich die Pläne bis Donnerstag, 20. Oktober im Gemeindesaal der Andreaskirche an der Walliser Straße 11 ansehen. Die Ausstellung ist am Sonntag und am Mittwoch von 16 bis 20 Uhr und an den übrigen Tagen jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zudem werden Führungen angeboten.

Brigitta Wenninger

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