Nun wurden sie verurteilt

Männer verprügeln Fahrgast, weil der um Ruhe bat

München - Weil er um etwas Ruhe bat, wurde ein S-Bahn-Fahrgast von zwei Männern verprügelt. Die Schläger mussten sich nun vor Gericht verantworten.

Ein blaues Auge und wochenlange Schmerzen – das passiert, wenn man als Fahrgast in einer S-Bahn um etwas Ruhe bittet. Diese Erfahrung musste ein Münchner vergangenen Sommer machen. Zwei Verputzer aus München (47, 39) wurden jetzt vom Amtsgericht wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung verurteilt. Sieben Monate Haft auf Bewährung kassierte der Jüngere von beiden. Er hatte dem Opfer die Verletzungen mit einem gezielten Fußtritt verpasst.

Es passierte in der S7 Richtung Wolfratshausen. Die beiden Männer unterhielten sich zunächst lautstark. Später wurde das Gespräch zum Geschrei. Ein Fahrgast bat deshalb um etwas Ruhe.Die zwei Männer rasteten völlig aus. Der 47-Jährige schlug mit seiner Faust eine Glasscheibe kaputt. Die Splitter trafen auch den Fahrgast, der sich dadurch eine Schnittverletzung an der Hand zuzog.

In der Zwischenzeit war der 39-Jährige an der Haltestelle Solln bereits ausgestiegen. Er sprang daraufhin aber zurück in den Waggon, hielt sich mit einer Hand an einer Stange fest und trat mit seinem linken Fuß gegen den Kopf des Fahrgastes. Das Gericht berücksichtigte bei der Urteilsfindung, dass die Täter alkoholisiert waren. Alleine durch den Tritt in das Gesicht schloss das Gericht aber einen minderschweren Fall der Körperverletzung aus.

joh

Rubriklistenbild: © Kurzendörfer Reinhard (Symbolbild)

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