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Schwerer Unfall auf der A95. 

Auto brennt komplett aus

Schwerer Unfall auf A95: Auto rast in Ersthelfer - dann geschieht ein Wunder

In der Nacht auf Montag passierte ein schwerer Unfall auf der A95 Höhe München-Kreuzhof. Ein Ersthelfer wurde kurz danach von einem weiteren Auto frontal erwischt - und hatte wahnsinniges Glück.

München - Die Verkehrspolizei Weilheim berichtet: In der Nacht auf Montag gegen 23:40 Uhr ereignete sich kurz nach der Anschlussstelle München-Kreuzhof in Fahrtrichtung München zunächst ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Dann raste ein weiteres Auto in einen Ersthelfer.

Ein 24-jähriger Pöckinger fuhr mit einem Opel Corsa auf der mittleren der dreispurigen Fahrbahn. Vermutlich aufgrund Sekundenschlafs verriss der Mann das Lenkrad und zog auf die rechte Fahrspur. Dabei stieß er mit einem dort fahrenden VW Golf, der von einem 52-jährigen Münchner gelenkt wurde, zusammen. Während der Opel zwischen der mittleren und rechten Fahrspur zum Stehen kam, kam der der VW Golf auf der rechten Spur zum Stillstand. Beide Fahrzeugführer, die jeweils alleine in ihren Fahrzeugen saßen, stiegen anschließend aus um ihre Fahrzeuge abzusichern.

Schwerer Unfall auf der A95: Auto komplett ausgebrannt 

Unmittelbar darauf hielt ein 47-jähriger Münchner mit seinem VW Touran einige Meter hinter den beiden verunfallten Fahrzeugen, zwischen rechter Fahrspur und Seitenstreifen, an und zusammen mit seinem 35-jähriger Mitfahrer (aus Weilheim) aus, um Ersthilfe zu leisten. In diesem Moment näherte sich ein nachfolgender 30-jähriger Subaru-Fahrer (aus Fürstenfeldbruck) der Unfallstelle zunächst auf der rechten Fahrspur.

Als der Fahrer die Unfallsituation erkannte, versuchte er noch nach links auszuweichen, kam ins Schleudern, kollidierte mit dem Opel Corsa, erfasste daraufhin frontal den 47-jährigen Ersthelfer und kam nach etwa 50 Metern auf dem Seitenstreifen durch die Leitplanke gebremst zum Stehen, wo sein Fahrzeug kurz darauf in Vollbrand geriet.

Der Gesundheitszustand des Ersthelfers kommt einem kleinen Wunder gleich: Der 47-Jährige wurde zwar dabei verletzt, allerdings nicht so schlimm, wie die Polizei ursprünglich befürchtet hatte. Der Subarau-Fahrer sowie seine 36-jährige Beifahrerin, die sich noch rechtzeitig vor Ausbruch des Vollbrandes aus dem Pkw retten konnten sowie der Opel Corsa-Fahrer des vorangegangen Unfalls mussten leicht verletzt in eine Klinik gebracht werden. Der gesamte Unfallschaden beträgt nach erster Schätzung etwa 15.000 EUR.

Die A95 war im Bereich der Unfallstelle bis etwa 06:30 Uhr total gesperrt.

Neben Feuerwehrkräften aus Neufahrn, Hohenschäftlarn, Berg und Starnberg (insgesamt ca. 60) waren noch mehrere Rettungs- und Notarztfahrzeugen im Einsatz; ebenso die Autobahnmeisterei Oberdill. Zur genauen Ermittlung des Unfallsachverhaltes wurden über die zuständige Staatsanwaltschaft München I alle beteiligten Fahrzeuge sichergestellt und ein Sachverständiger zur Feststellung der genauen Unfallursache hinzugezogen.

mm/tz

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