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Leben auf der Baustelle: Elefantendame Steffi (49) vor dem Gebäude, das langsam wieder in die Höhe wächst.

Bau der neuen Anlage geht voran

Elefanten-Herde im Tierpark Hellabrunn soll wachsen

München - Die Sanierung des Elefantenhauses im Tierpark Hellabrunn liegt im Zeitplan, und endlich sehen auch die Besucher, dass es vorangeht.

Nach der spektakulären Sprengung der alten Kuppel im September 2014 schien auf der Baustelle nicht mehr viel zu passieren. Doch der Eindruck trog, wie Tierpark-Sprecher Daniel Hujer betont. Es gab – von außen meist unsichtbar – noch viele kleine Abbrucharbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude, und auch im Untergrund wurde fleißig gewerkelt. „Dort gibt es zum Beispiel Technikräume und Gänge für die Tierpfleger“, so Hujer. Doch nun ist all das weitgehend erledigt, und es geht auf den Aufbau zu. „Die neue Kuppel soll auf jeden Fall noch in diesem Jahr kommen“, verlautet aus dem Tierpark. Im Sommer 2016 soll die Anlage dann fertig sein.

Dann wird nicht nur Bulle Gajendra zurückkommen, der zur Zeit die Elefantenkühe im Hamburger Tierpark Hagenbeck beglückt. Auch die Hellabrunner Herde, die gegenwärtig vier Kühe umfasst, soll wachsen. Die neue Anlage biete Platz für acht Kühe und deren Kälber, berichtet Hujer. Daneben gibt es eine Bullenanlage mit Platz für zwei Tiere.

Das heiße aber nicht, dass künftiger Bullen-Nachwuchs länger im Tierpark Hellabrunn bleiben könne, sagt der Sprecher mit Verweis auf den vierjährigen Publikumsliebling Ludwig, der im Mai nach Heidelberg umziehen musste. Wie in freier Natur seien Jungbullen in diesem Alter am besten in einer Gruppe von Gleichaltrigen aufgehoben. Eine solche Gruppe gibt es derzeit in Deutschland nur in Heidelberg. In München hofft man, in der vergrößerten Herde möglichst bald wieder Elefantennachwuchs zu haben.

Harthartnäckig halten sich Gerüchte, Berliner Elefantendamen sollten nach München umziehen. Es wäre nicht das erste Mal: Auch Ludwigs Mutter Temi ist 2001 in Berlin geboren und kam im Alter von fünf Jahren an die Isar. Doch ob weitere Transfers folgen werden, ist noch offen. Im Hauptstadt-Zoo heißt es ebenso wie in Hellabrunn: Die Entscheidung trifft das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gemeinsam mit den beteiligten Zoos.

Im EEP gibt es für jede Tierart einen Zuchtbuchführer, der auswählt, welche Tiere zur Zucht geeignet sind. Oberstes Ziel ist dabei, den Genpool frisch zu halten und schädliche Inzucht zu vermeiden. Für die asiatischen Elefanten sitzt der Zuchtbuchführer in Rotterdam. Von seiner Entscheidung wird es letztlich abhängen, mit wem sich die Hellabrunner Kühe Temi (13), Mangala (22), Panang (26) und Steffi (49) künftig das neue Gehege teilen werden.

Peter T. Schmidt

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