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Bekommt ein größeres Zuhause: China-Leopard Julius zieht um nach Hannover.

Umzug nach Hannover

Leopard Julius verlässt den Tierpark Hellabrunn

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München - Das einstige Wappentier der Münchner Tierparks zieht nach Hannover und darf dort eine Familie gründen. In Hellabrunn will man sich auf die Zucht von Schneeleoparden konzentrieren.

Der seit Ende 2011 in Hellabrunn lebende China-Leopard Julius verlässt noch im Juni München und macht sich auf in eine neue Heimat. Seine Reise geht nach Norddeutschland, in den Erlebnis-Zoo Hannover. Der Münchner Zoo will sich verstärkt der Zucht der Schneeleoparden widmen.

Geschichte: Das alte, nicht mehr verwendete Tierpark-Logo mit Leoparden.

Als Julius kurz vor Weihnachten 2011 aus dem Zoo Eberswalde nach München kam, war die Freude groß, denn der Leopard war das Wappentier von Hellabrunn. Ein schwarzer und ein gefleckter Leopard, als Plakat gestaltet im Jahr 1912 vom Künstler Ludwig Hohlwein, warben über Jahrzehnte für Hellabrunn. Der damalige Tierpark-Chef Andreas Knieriem hatte vor, für den jungen Kater ein Weibchen zu suchen. „Dann fangen wir an, eine Zuchtgruppe aufzubauen“, sagte er im März 2012.

Doch Julius blieb allein in einem Gehege in der Dschungelwelt, und der Leopard verschwand aus dem offiziellen Logo. „Es gibt noch den einen oder anderen Pfleger, der ein altes T-Shirt mit dem Motiv trägt“, sagte ein Zoo-Sprecher gestern auf Nachfrage. Das offizielle Logo bestehe jedoch nur noch aus dem Hellabrunn-Schriftzug.

Leopard Julius darf in Hannover eine Familie gründen.

Dass der mittlerweile sechsjährige und geschlechtsreife Julius München verlässt, geht auf eine Entscheidung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zurück. Der für den China-Leoparden zuständige Zuchtbuchführer kam zu dem Entschluss, dass die neue Anlage in Hannover, gut strukturiert mit vielen Klettermöglichkeiten, die beste Stelle für einen Zuchtversuch sei. Weltweit zählt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm des China-Leoparden weniger als 100 Tiere in Zoos. Der Chinesische Leopard ist eine Unterart der Leoparden, deren Bestände in der freien Wildbahn aufgrund veränderter Lebensbedingungen und starker Bejagung sehr bedroht sind.

Hellabrunn wird freilich nicht auf Großkatzen verzichten, sondern sich auf die Haltung und Zucht der ebenfalls stark gefährdeten Schneeleoparden konzentrieren. Derzeit lebt ein männliches Tier namens Felix in einer Anlage hinter dem Tigergehege. Im Rahmen des Masterplans zur Entwicklung von Hellabrunn sei eine größere Anlage für die Schneeleoparden vorgesehen, so ein Sprecher. Der Ort sei noch nicht festgelegt, möglich sei zum Beispiel das frühere Wildhund-Gehege. Dort könnte Felix dann eine passende Gefährtin bekommen und Stammvater einer neuen Zucht werden.

Es wäre nicht die erste Nachzucht von Schneeleoparden in München. „Einst schrieb sich eine Schneeleopardin in das Buch der zoologische Rekorde ein, als sie in Hellabrunn Fünflinge gebar und diese auch erfolgreich aufzog“, berichtet Kuratorin Beatrix Köhler.

In Hellabrunn muss man sich des Öfteren von beliebten Bewohnern verabschieden. Erst im Februar verließen die Eisbären-Zwillinge Nela und Nobby den Tierpark, Anfang April musste Giraffenbulle Naledi nach Süditalien umziehen.

Frühlingsgefühle im Tierpark Hellabrunn

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