Orang-Utans im Tierpark Hellabrunn
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Endlich haben auch die beiden süßen Orang-Utan-Buben einen Namen bekommen. Sie heißen Quentin und Quinn.
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Endlich haben auch die beiden süßen Orang-Utan-Buben einen Namen bekommen. Sie heißen Quentin und Quinn.

Zweifacher Nachwuchs

Tierpark Hellabrunn: So heißen die Orang-Utan Buben

Knapp ein halbes Jahr ist der Orang-Utan-Nachwuchs des Tierparks Hellabrunn alt. Jetzt haben die kleinen Menschenaffen einen Namen bekommen.

München - Knapp ein halbes Jahr ist vergangenen, seit es innerhalb von wenigen Wochen gleich zwei Geburten bei den Orang-Utans gab. Nachdem Matra am 3. Oktober ein gesundes Jungtier, Quentin, gebar, bekam auch Jahe am 23. Oktober einen Sohn. 

Jahe war in ihrer Unerfahrenheit schnell mit der Situation überfordert. Deshalb nahm sich Matra, selbst bereits zum sechsten Mal Mutter, neben ihrem eigenen Sohn auch Jahes Jungtier an. Seitdem kümmert sie sich liebevoll um beide Babys. „Sie hat das in den letzten Monaten wirklich toll gemacht und lässt sich auch jetzt nicht aus der Ruhe bringen“, so die zuständige Kuratorin Beatrix Köhler. „Matra konnte von Anfang an beide Tiere mit ausreichend Muttermilch versorgen, sodass die beiden Jungs inzwischen schon recht kräftig sind und von Tag zu Tag lebhafter werden“, erklärt Köhler weiter.

Matra hat ein Adoptivkind

Dass sich eine Orang-Utan-Dame um mehrere Jungtiere kümmert, ist nicht so ungewöhnlich. Dieses Verhalten kann bei Orang-Utans in ihrem natürlichen Lebensraum ebenso vorkommen wie in menschlicher Obhut. Es kommt in Zoos immer wieder vor, dass sich die erfahrenste Mutter der Gruppe auch um anderen Nachwuchs kümmert. In Hellabrunn kann man aktuell auch sehr gut sehen, wie Jahe, die eigentliche Mutter von Quinn, Matra bei ihren Mutterpflichten beobachtet. So besteht die große Hoffnung, dass sie bei der nächsten Geburt selbst in der Lage sein wird, das Jungtier aufzuziehen.

Langsam aber sicher klettern Quentin und Quinn immer öfter aus Mama Matras kuscheligen Armen heraus und erkunden die Anlage der Hellabrunner Orang-Utans im Alleingang. Dabei probieren sie auch immer wieder ein Stückchen Gemüse – schließlich scheint es der großen Schwester Jolie und den anderen Familienmitgliedern ja ziemlich gut zu schmecken.

Matra ist jetzt Mama und Nanny

Selbst der Pate der Buben hat schon Erfahrung

Die beiden Namen, die wie alle Hellabrunner Tiernamen im Jahr 2016 mit dem Anfangsbuchstaben Q beginnen, hat sich der Pate der beiden ausgedacht. Für den Geschäftsführer und Gründer der Kaffeerösterei emilo, Emanuel Clemm, ist es nach der Jungtier-Patenschaft für das Eisbären-Mädchen Nela bereits die zweite Patenschaft im Tierpark Hellabrunn. „Quentin und Quinn, die zauberhaften jungen Orang-Utans, sind unsere neuen Patenkinder. Nachdem wir eine Riesenfreude mit der nun groß gewordene Eisbärin Nela hatten, wollten wir unsere Freundschaft mit dem Tierpark Hellabrunn vertiefen.“

Im Tierpark Hellabrunn dürfen die kletterfreudigen Affen bald wieder ihre Außenanlage erklimmen. Dafür muss es aber noch ein bisschen wärmer werden, da Orang-Utans die warmen Temperaturen ihrer Heimat gewöhnt sind und sich sonst, wie wir Menschen auch, leicht erkälten.

In freier Natur sind Orangs stark bedroht

Von der Weltnaturschutzunion IUCN werden Orang-Utans als „vom Aussterben bedroht“ („critically endangered“) gelistet. Nur noch etwa 14.000 Tiere leben in ihrem natürlichen Lebensraum. Sumatra-Orang-Utans sind nur auf der gleichnamigen indonesischen Insel beheimatet und leiden in diesem ohnehin eingeschränkten Gebiet stark am Verlust von Lebensraum. In Indonesien werden großflächig Gebiete abgeholzt, um Holz für die Papierproduktion zu gewinnen und Palmen zur Produktion von Palmöl anzupflanzen.

Seit vielen Jahren unterstützt der Tierpark Hellabrunn ein Projekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Bukit Tigapuluh auf Sumatra. Kern des Projektes ist die Auswilderung von Sumatra-Orang-Utans in ihren natürlichen Lebensraum. Mit verschiedenen Initiativen versucht die ZGF zudem eine umweltverträgliche wirtschaftliche Landwirtschaft zu fördern, die es den Volksgruppen um den Nationalpark herum ermöglicht, ihrer traditionellen Lebensweise treu zu bleiben.

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