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Freut sich  über die Spenden der tz-Leser: Laura, die ältere der beiden Schwestern.

Wohnung für Vollwaisen gesucht

Unsere Leser geben Fürstenrieder Schwestern Hoffnung

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Sie haben ihre Mutter verloren und nun auch ihren Vater. Das Schicksal von Laura und Elena aus Fürstenried hat viele Münchner bewegt. Um mit der Vergangenheit abzuschließen, suchen die beiden eine neue Wohnung.

München - Sie haben Schreckliches erlebt: Erst verloren Laura (19) und Elena Piotrowska (13) ihre Mutter - Krebs. Dann verschwand der Vater der Fürstenrieder Mädchen spurlos - und wurde drei Wochen später tot in einem Waldstück gefunden.

Die Schwestern sind nun ganz auf sich alleine gestellt. Ein Schicksal, das viele unserer Leser tief berührt hat. 500 Euro hat eine Leserin, die anonym bleiben möchte, an die Mädchen gespendet. Vom Mercedes Benz R129 SL-Club München kamen noch einmal 260 Euro dazu. Bei einer Online-Sammelaktion sind schon über 4400 Euro zusammengekommen. 

Die ältere der Schwestern, Laura, holte jetzt das gespendete Geld unserer Leser in der Redaktion ab. Sie und ihre Schwester seien über all die Hilfe unglaublich dankbar, sagt sie. „Das Gefühl, nicht alleine zu sein, hilft uns gerade am meisten.“ 

Auch Nachbarn und Verwandte seien für sie da. Und Elenas Schule habe das Schulgeld für die Sechstklässlerin ausgesetzt. Eine große Hilfe. Denn: Lauras Vormundschaft für die kleine Schwester ist zwar mittlerweile geklärt. Zugriff auf das Konto des Vaters haben die Schwestern aber immer noch nicht. Auch Fragen der Waisenrente und des Kindergelds müssen noch geklärt weden.

VWL-Studentin Laura jobbt in einem Café und bei Festivals, außerdem gibt sie Nachhilfe, um Geld für sich und ihre Schwester zu verdienen. Ein Anliegen hat Laura: Sie und Elena möchten gerne aus der Wohnung ihrer Familie in Fürstenried ausziehen. „Meine Mama ist dort gestorben, und nun ist auch mein Papa tot. Wir verbinden keine schöne Erinnerung mit unserem Zuhause.“ 

Hohe Ansprüche haben die Mädchen nicht, 1100 Euro warm können sie maximal bezahlen. Zwei bis drei Zimmer wären schön - und ein guter U-Bahn-Anschluss.

Wer spenden möchte: www.leetchi.com/c/soziales-von-elena-laura- piotrowska oder Mail an lokales@tz.de.

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