Die Forstenrieder Alle.

Unterschriftensammlung

Verwirrung ums Bürgerbüro in Forstenried

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Politiker im Münchner Süden kämpfen für den Erhalt des Bürgerbüros an der Forstenrieder Allee. Es gibt einen entsprechenden Antrag des Bezirksausschusses. Bundestagskandidat Sebastian Roloff (SPD) ruft am Samstag zur Unterschriftensammlung auf. Dabei scheint eine Schließung gar nicht geplant zu sein.

München - Nach Informationen unserer Zeitung wird Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) dem Stadtrat noch vor der Sommerpause ein überarbeitetes Konzept zur Neustrukturierung der Bürgerbüros vorlegen. Böhles Vorschlag: Die Einrichtung an der Forstenrieder Allee soll bleiben, sogar ausgebaut werden. „Ich würde das Bürgerbüro in der Forstenrieder Allee erhalten“, sagt er auf Anfrage. Entscheiden muss der Stadtrat.

Sebastian Roloff (SPD) sammelt Unterschriften für den Erhalt des Bürgerbüros.

Ganz abwegig ist der Kampf für den Erhalt dennoch nicht. Das ursprüngliche Konzept des früheren Kreisverwaltungsreferenten Wilfried Blume-Beyerle sah tatsächlich eine Schließung des Büros vor. Ein neues, modernes Haus am Scheidplatz sollte die heillos überlasteten Büros an der Riesenfeld- und Leonrodstraße sowie an der Forstenrieder Allee ersetzen. Neben der Zentrale an der Ruppertstraße hätten noch drei Außenstellen existiert statt fünf: am Orleansplatz, in Pasing und eben am Scheidplatz. Denkbar wäre zudem gewesen, dass in Moosach oder am Hanns-Seidel-Platz in Neuperlach weitere Außenstellen geschaffen werden. So weit der Vorschlag 2013.

Der Stadtrat schickte das Konzept zurück. Es sollte überarbeitet werden. Das ist offenbar erfolgt. Dass die Bürgerbüros neu strukturiert und leistungsfähiger werden müssen, ist unstrittig. Die langen Wartezeiten im KVR ärgern nicht nur die Bürger, sondern auch die Verwaltung. Wegen der vielen Anträge müssen die Büros immer öfter vorzeitig schließen, um überhaupt mit der Arbeit nachzukommen.

Dass der Standort an der Forstenrieder Allee nun womöglich erhalten bleibt, hält Sebastian Roloff nicht von der Unterschriftensammlung ab. „Ich wäre der Letzte, der für Thomas Böhle keine Kerze anzündet. Aber es ist in der Vergangenheit schon häufiger vorgekommen, dass der Stadtrat einem Vorschlag des Kreisverwaltungsreferenten nicht gefolgt ist.“ Die Aktion findet am Samstag, 1. April, von zehn bis 12.30 Uhr vor der Post an der Herterichstraße in Solln statt.

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