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Kleines Paradies: Die Zeichnung zeigt, wie die neue Zooschule aussehen soll.

Geplantes Projekt im Tierpark Hellabrunn

Vier Millionen Euro für neue Zooschule? Die Chancen stehen gut

Der Kindertierpark in Hellabrunn soll komplett umgebaut werden. Das würde die Stadt rund vier Millionen Euro kosten. Die Chancen, dass dies bewilligt wird, stehen gut.

München - Knapp vier Millionen Euro soll der geplante Neubau einer Zooschule im Tierpark Hellabrunn kosten. Das geht aus der Sitzungsvorlage hervor, die der Bildungsausschuss der Stadt kommenden Mittwoch behandelt. In der Zooschule sollen Kinder zukünftig ihr Wissen über Tiere mehren und dabei direkten Kontakt mit ihnen haben. Ob der Kostenpunkt vom Stadtrat so akzeptiert wird, muss sich zeigen.

„Wir finden das gut“, sagt Katrin Habenschaden von den Stadtrats-Grünen. Sie sitzt auch im Aufsichtsrat des Tierparks. „Die Zooschule wird schließlich allen Münchnern zur Verfügung stehen.“ Unter diesem Gesichtspunkt müsse man den Neubau anders beurteilen als andere Bauprojekte. Dass er zwingend notwendig ist, steht für sie fest. „Ich will nicht sagen, dass die bisherige Tierparkschule ein Provisorium ist, aber sie ist sehr beengt“, so Habenschaden. Das soll sich mit dem Neubau ändern.

Lesen Sie hier: Mühlendorf statt Kindertierpark - die Pläne im Tierpark Hellabrunn 

CSU-Stadträtin Beatrix Burkhardt teilt diese Auffassung. „Das aktuelle Gebäude ist wildromantisch-antik, es liegt im Dornröschenschlaf“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Trotzdem sei die Nachfrage nach dem Altbau „mit morbidem Charme“ gigantisch. „Diese Kombination aus Schule und Umgang mit Tieren, das ist einfach für Kinder und Erwachsene gleichermaßen etwas Tolles.“ Dementsprechend sei sie von den Inhalten der geplanten neuen Zooschule sehr angetan. „Ein kritischer Blick auf die Kosten muss aber auch erlaubt sein“, sagt Burkhardt. 

Am heutigen Montag will die Rathaus-CSU das Thema intern vorbesprechen. „Für das, was angeboten werden soll, ist der Baukostenzuschuss in Ordnung.“ Jetzt müsse man entscheiden, ob man alle Aspekte der Vorlage umsetzen oder manche Punkte zurückfahren will, um die Kosten zu senken. „Wir nehmen das so hin“, sagt die bildungspolitische Sprecherin der Rathaus-SPD Birgit Volk. „Vier Millionen sind nicht wenig, aber wir haben auch schon Kitas gebaut, die teurer waren.“ Genau wie bei der CSU werde sich aber bei einer Vorbesprechung der SPD-Fraktion noch zeigen, ob es auch kritische Stimmen innerhalb der Partei gibt.

„Sollte nun eine Diskussion bezüglich der Kosten losgehen, möchte ich klar sagen: An den Kindern zu sparen, das ist am falschen Ort gespart“, sagt Katrin Habenschaden. „Hier wird endlich wieder Wert auf Umweltpädagogik gelegt.“ Die vorgesehenen interdisziplinären Lehrkonzepte findet sie sehr begrüßenswert. „Auch wenn es Geld kostet.“ 

Marian Meidel

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