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Das sind die verhassten Schilder im Viertel. 

Antrag auf Prüfung gestellt

Viertel-Politiker: A-95-Schilder weg! Wir wollen Sicht auf Frauenkirche

So kann es einfach nicht bleiben! Dass die neuen Schilder auf der A 95 den Blick vom Schloss Fürstenried zur Frauenkirche kaputt gemacht haben, wollen weder Bürger noch Bezirksausschuss hinnehmen.

München - Die Bürger und der Bezirksausschuss fordern: Weg damit! Die Stadt soll prüfen, wie die durch die riesigen neuen Wegweiser ruinierte historische Sichtachse wiederhergestellt werden kann. Der Zorn über das Schilderchaos (wir berichteten) hat sich nicht gelegt. Im Gegenteil. Harte Worte fielen im Bezirksausschuss 19 (Thalkirchen, Obergiesing, Forstenried, Fürstenried, Solln). „Ganz furchtbar“ findet die riesigen Schilder zum Beispiel Dorle Baumann (SPD). „Ein Fehler, der alles verschandelt und der korrigiert werden muss.“ 

Schloss Fürstenried.

Die im März über der A 95 errichteten Schilderbrücken müssten abgebaut werden. Noch deutlichere Worte fand Andrea Barth (SPD): „Es ist mir ein Rätsel, wie man so deppert sein kann, die Schilder dort zu platzieren.“ Auch im Schloss, das heute als Exerzitienhaus dient, lösen die monströsen Wegweiser Fassungslosigkeit aus. Der geistliche Leiter des Hauses, Pater Christoph Kentrup, forderte bereits im Mai: „Die Stadtverwaltung soll beauftragt werden, die Sichtachse wiederherzustellen.“ Diese habe sowohl historische als auch ideelle Bedeutung. Zudem zeige sie die Verbindung zwischen dem früheren Jagdschloss und der Grablege der Wittelsbacher in der Frauenkirche.

Auch der Betriebsleiter des Schlosses, Harald Jäger, hatte sich geärgert: „Wir hoffen, dass man an der Situation noch etwas ändern kann.“ Jürgen Gerhards (SPD) ärgert besonders, dass bei den Gesprächen im Vorfeld vom Schloss niemand dabei war. Dass die Grünen an die Kosten erinnerten, fand Karl Pauli (CSU) unpassend: „Mir ist völlig wurscht, wie viele Millionen das gekostet hat, so geht es nicht.“ Er und andere Bezirksausschuss-Mitglieder sind überzeugt, dass es eine Alternative gibt. Bewusst sei zunächst eine Prüfung, nicht gleich der Abbau der Schilder beantragt worden, erklärte Ausschuss-Chef Ludwig Weidinger (CSU). Dies könne die Stadt nicht einfach abschmettern. 

Jetzt setzt der BA auf Fingerspitzengefühl: „Beim Planen und Aufstellen der Schilder jedenfalls, haben die Verantwortlichen überhaupt keine Sensibilität gezeigt“, heißt es in der Antragsbegründung.

Lesen Sie hier: Wegen Sichtachse zum Dom wird dieses Wohnungsbau-Projekt abgelehnt.

Die wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Mein Fürstenried/Forstenried/Solln“.

Brigitta Wenninger

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