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Warnberger Weiher: Bürger machen sich Sorgen, dass das im Sommer von Seerosen überwucherte Gewässer verlandet.

Runder Tisch soll Idyll retten

Der Warnberger Weiher verschlammt

München - Das kleine Gewässer am Rande Sollns ist in einem schlechten Zustand – Ein Runder Tisch soll klären, wie das Idyll zu retten ist.

Die Rettung des Warnberger Weihers hat sich der Bezirksausschuss (BA) für Thalkirchen, Obersendling, Forstenried, Fürstenried und Solln auf die Fahnen geschrieben. Das kleine Gewässer am Rande Sollns ist in einem schlechten Zustand. Bürger machen sich Sorgen, dass der im Sommer von Seerosen überwucherte Teich verlandet. Der BA initiiert nun einen Runden Tisch, um Lösungen zu erarbeiten.

Der Weiher gehört zum ehemaligen Schlossgut Warnberg, heute Besitz und Sitz des Klosters Marienanstalt. Ein geschichtsträchtiges Kleinod, das Spaziergänger und Radfahrer anzieht. Auf dem Gelände befinden sich auch die Reste eines mittelalterlichen Turmhügels – mit rund 580 Metern über Normalnull der höchste Punkt Münchens. Der von alten Bäumen umrahmte Weiher bereitet schon seit geraumer Zeit Sorgen. Er hat keinen natürlichen Zufluss und wird nur durch Regenwasser gespeist. Der Schlamm wird immer mehr. Dass der beliebte Teich dringend saniert werden muss, ist nicht zu übersehen.

„Es handelt sich um eine Naturidylle, wie sie kaum nochmals in unserem Stadtbezirk zu finden ist“, sagt BA-Mitglied Jürgen Gerhards (SPD). Er hat sich bereits mit dem Kloster, dem Bund Naturschutz und verschiedenen städtischen Fachstellen in Verbindung gesetzt. „Alle haben signalisiert, dass sie die Rettung des Weihers für richtig und notwendig halten“, berichtet Gerhards. Der Bezirksausschuss wird nun zu einem Runden Tisch einladen, um zusammen mit Kloster-Vertretern, Naturschützern und städtischen Experten zu diskutieren, wie der Warnberger Weiher wieder auf Vordermann gebracht werden kann. Geklärt werden muss dann auch, wer die Kosten der Sanierung trägt.

Brigitta Wenninger

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