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Keine Bebauung

Entwarnung: Truderinger Festwiese wird nicht bebaut

Die Truderinger Festwiese an der Wasserburger Landstraße steht nicht für Wohnungsbau zur Verfügung. Das Planungsreferat sieht aber Potenzial für Nachverdichtung und „städtebauliche Akzente“ entlang der Wasserburger Landstraße. 

München - Das hat das Planungsreferat jetzt auf Druck der SPD-Stadtratsfraktion klargestellt. Die Nutzung der Festwiese bleibe „uneingeschränkt in ihrer jetzigen Größe“ möglich, heißt es in einer Stellungnahme der Behörde. 

Ausgelöst hatte die Aufregung um eine mögliche Bebauung der Wiese ein Spaziergang des Bezirksausschusses Trudering-Riem mit dem Planungsreferat. Der BA selbst hatte die Stadt gebeten zu prüfen, wo man entlang der Wasserburger Landstraße für Wohnungsbau nachverdichten könnte. Beim Rundgang im September wurden diverse Ideen erörtert. Unter anderem ein zusätzliches Wohn-Stockwerk auf dem Truderinger Kulturzentrum sowie die Bebauung des Rands der angrenzenden Festwiese.

Empörung bei den Truderinger SPD-Stadträten Ingo Mittermaier und Helmut Schmid. Würde hier gebaut, wäre dies wohl das Ende der Festwiese. Denn Lärmschutzauflagen wären auf dem Gelände mit einer neuen Randbebauung wohl nicht einzuhalten, glauben die Stadträte. Zudem wäre die Fläche dann zu klein. „Die Truderinger Festwoche ist eines der letzten funktionierenden Stadtteilfeste“, so Schmid, selbst Mitglied des Truderinger Buam Festrings, der hier seinen „Fest-Stadl“ hat und den Platz in Schuss hält. In einer wachsenden Stadt sei es besonders wichtig, dass die Viertel lebenswert blieben und man Raum für Stadtteilleben bewahre. Ingo Mittermaier, der zudem Vorstand des Bürgerzentrumsvereins ist, hat kein Verständnis für derartige Planspiele. Die Festwiese sei als Grünfläche per Bebauungsplan gesichert, eine Reduzierung der Freifläche würde nicht funktionieren. Damit erteilt Mittermaier letztlich auch der Idee einer „parkähnlichen Aufwertung“ der Wiese, wie sie der BA ebenfalls ins Gespräch gebracht hat, eine Ablehnung.

Abgesehen von der Festwiese sieht das Planungsreferat an der vier Kilometer langen Hauptausfallstraße durchaus Potenziale für städtebauliche Akzente. So würden sich die Parkplätze des Obi-Baumarkts und der BMW-Niederlassung für eine Überbauung eignen, auch an der Ecke Friedenspromenade sei eine Nachverdichtung möglich, referierte CSU-Sprecherin Magdalena Miehle im Bezirksausschuss. An den Kreuzungen erscheine eine Randbebauung mit architektonischen Akzenten möglich. Das Planungsreferat schielt über die Stadtgrenze nach Haar, wo gerade erst eine städtebauliche Rahmenplanung für die Fortsetzung der Wasserburger Landstraße vorgestellt wurde. Hier sollen zu einem bereits bestehenden Hochhaus zwei weitere Hochpunkte hinzukommen. In Trudering sieht man solche Überlegungen eher kritisch – vor allem in Hinblick auf Sichtachsen Richtung Messestadt.

Der gemeinsame Stadtteilspaziergang war nur der Startschuss für intensivere Untersuchungen zu Nachverdichtungsmöglichkeiten entlang der Wasserburger Landstraße. Jetzt sollen ein Leitbild für die Zukunft sowie Umsetzungsstrategien entwickelt werden. Die Ergebnisse sollen Ende nächsten Jahres dem Stadtrat vorgelegt werden. 

Carmen Ick-Dietl

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