Elf Frauen überfallen und bedrängt

Polizei fasst Sex-Täter: Er ist erst 14!

  • Franz Rohleder
    vonFranz Rohleder
    schließen

 München - Elf Frauen wurden seit Ende Januar in verschiedenen Münchner Stadtteilen von einem Sex-Täter überfallen und bedrängt. Nun hat ihn die Polizei gefasst. Schockierend: Er ist erst 14 Jahre alt!

Erstmals schlug der Sex-Strolch am Samstag, 26. Januar,  zu. Der letzte Übergriff ereignete sich am Montag, 4. März. In diesem Zeitraum bedrängte er elf Mädchen und Frauen im Alter von 12 bis 21 Jahren.

Jugendbeamte der Polizeiinspektion 25 (Trudering-Riem) haben nun einen Jugendlichen ermittelt, der für alle Sex-Attacken in Frage kommt. Der 14-Jährige wurde am Dienstag festgenommen. In einer ersten Vernehmung räumte er die Taten teilweise ein. Der Teenager wird noch am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Mehrfach hatten die Opfer der Sex-Attacken den Täter als dunkelhäutig, schwarzhaarig und als "marokkanischen" bzw. "nordafrikanischen Typen" beschrieben, der gebrochen Deutsch sprach. Die Größenangaben schwankten zwischen 1,70 und 1,80 Metern. Das Alter des Sex-Angreifers wurde von den Opfern unterschiedlich geschätzt und variierte im Rahmen von 16 bis 27 Jahren. Offensichtlich machte er zuweilen einen durchaus älteren Eindruck.

Diese Fälle werden dem 14-jährigen Sex-Täter unter anderem zur Last gelegt:

Tatort Riem, 27. Januar

Einer Münchnerin (20) fiel auf dem Nachhauseweg in Richtung Messestadt im Bahnhof Trudering ein junger Mann auf, der sie ständig beobachtete. Als sie an der Haltestelle Messestadt Ost ausstieg, passte der Sex-Täter die Frau ab und verfolgte sie. Vor ihrem Wohnhaus packte er sie von hinten, zog sie zu Boden und versuchte ihr gewaltsam die Hose auszuziehen. Als das Opfer sich wehrte und um sich schrie, flüchtete der Angreifer.

Tatort Trudering, 4. Februar

Eine 21-jährige Münchnerin war gegen 21.45 Uhr alleine auf dem Nachhauseweg. Als sie die Wasserburger Landstraße überquerte, wurde sie von einem unbekannten, jungen Mann überholt. Er fragte sie mehrfach: "Was ist los?", worauf die Frau ihn jedes Mal bat, sie in Ruhe zu lassen. In der Solalindenstraße hielt ihr der Sex-Täter plötzlich von hinten den Mund zu und zog sie zu Boden. Er griff ihr an die Brust und versuchte sie küssen. Das Opfer wehrte sich heftig und begann zu schreien. Der Täter griff ihr noch in den Schritt, dann ließ er von ihr ab und türmte.

Tatort Trudering, 7. Februar

Eine 17-jährige Angestellte wurde gegen 18.15 Uhr, von einem Jugendlichen am U-Bahnhof Innsbrucker Ring angesprochen und gefragt, ob die U-Bahn in Richtung Messestadt Ost fahren würde. Die junge Frau bejahte dies und und wandte sich ab, da ihr die Situation unangenehm erschien. Als die U-Bahn eintraf, stiegen beide in denselben Wagon ein. Der Jugendliche stellte sich im vollen Wagon neben die 17-Jährige und machte ihr laufend Komplimente

Am U-Bahnhof Trudering ging die jung Frau in Richtung S-Bahn, wobei der Teenager ihr folgte. Plötzlich legte er seinen Arm um sie und zog sie an sich. Er küsste sie auf die Backe, packte dann ihren Kopf und versuchte ihr einen Zungenkuss zu geben. Nach diesen Übergriffen flüchtete er.

Tatort Trudering, 27. Februar

Abermals wurde eine 17-Jährige zum Opfer des Sex-Angreifers. Die Schülerin ging gegen 21.50 Uhr, von einer Bushaltestelle an der Wasserburger Landstraße nach Hause. Auf dem Heimweg bemerkte sie, dass sie verfolgt wurde.

Wieder machte der junge Mann seinem Opfer Komplimente. Am Gartentor ihres Wohnhauses umarmte er die junge Frau von hinten und hielt das Tor zu. Die Schülerin riss sich los und versteckte sich kurz in einer Seitenstraße, dann kehrte sie zu ihrem Wohnhaus zurück.

Dort wartete der Sex-Täter aber noch: Er griff die 17-Jährige erneut an, hielt ihr den Mund zu, drückte sie zu Boden und betatschte sie. Wieder konnte sie sich befreien. Als sie um Hilfe schrie, ließ der Jugendliche von ihr ab und flüchtete.

Tatorte Ramersdorf und Berg am Laim, 5. März

Dreimal bedrängte der Teenie-Sex-Täter an einem Abend Frauen in Ramersdorf und in Berg am Laim. Die Übergriffe ereigneten sich im Zeitraum zwischen 20 und 21 Uhr. Nach bekanntem Muster sprach der Jugendliche die Frauen zunächst an. Dann verfolgte er sie bis zu ihren Wohnanwesen, wo er sie bedrängte. In allen Fällen konnten die Opfer durch Hilferufe den Sex-Angreifer in die Flucht schlagen.

fro

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wetter-Warnung für München: Das Schlimmste kommt in der Nacht zu Dienstag - „Schließen sie alle Fenster und Türen“
Nach der Rekord-Hitze in München folgt Anfang August nun heftiger Regen. Der Deutsche Wetterdienst gibt Warnungen für die bayerische Landeshauptstadt heraus.
Wetter-Warnung für München: Das Schlimmste kommt in der Nacht zu Dienstag - „Schließen sie alle Fenster und Türen“
Münchner schockiert mit Vorher-Nachher-Fotos von der Isar: Müllproblem des Party-Volks erzürnt das Netz
Die Isar wird in München zur Party-Zone - bei geschlossenen Bars zu Corona-Zeiten erst recht. Ein Münchner schoss zwei Fotos, bei dem das Müllproblem mehr als deutlich …
Münchner schockiert mit Vorher-Nachher-Fotos von der Isar: Müllproblem des Party-Volks erzürnt das Netz
In Münchner S-Bahn: Zwei Männer prügeln auf Kontrolleure ein - Polizei fahndet mit diesen Bildern
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I sucht die Polizei zwei bislang unbekannte Männer. Ihnen wird vorgeworfen am 19. Juli zwei Bahn-Mitarbeiter angegriffen und …
In Münchner S-Bahn: Zwei Männer prügeln auf Kontrolleure ein - Polizei fahndet mit diesen Bildern
Großbrand in München: KATWARN löste aus - Eindrucksvolle Rauchwolke über der Stadt
In München lief am Montag (3. August) ein Großeinsatz der Feuerwehr. Das ehemalige Blindenheim in der Westendstraße stand in Flammen. Anwohner sollten Türen und Fenster …
Großbrand in München: KATWARN löste aus - Eindrucksvolle Rauchwolke über der Stadt

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion