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Vor gut einem Jahr zogen die Bewohner in das neue Katzenhaus im Münchner Tierheim ein. 

Vorsichtsmaßnahme

Katzenseuche-Verdacht: Tierheim schließt Katzenhaus

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Alarm im Münchner Tierheim: Wegen des Verdachts auf die tödliche Tierseuche Parvovirose hat der Tierschutzverein das ganze Katzendorf dicht gemacht – bis mindestens Freitag.

München - Auch der Katzenvermittlungsbereich für Ehrenamtliche und Interessenten ist vorübergehend geschlossen. Der Anlass für die Vorsichtsmaßnahme sei der Tod eines sehr jungen Katers, sagt Sprecherin Judith Brettmeister. „Er kam erst kürzlich mit sieben weiteren Katzen aus einem Messi-Haushalt zu uns.“ Ihm sei es sehr schnell sehr schlecht gegangen. Die Symptome seien nicht eindeutig der Katzenseuche zuzuordnen. 

Untersuchungen laufen noch

Ob die Todesursache wirklich die gefährliche Krankheit (siehe unten) war, werden Tests der Pathologie der LMU-Tierklinik in den kommenden Tagen zeigen. „Bei solch jungen Tieren machen wir das immer – aus reiner Vorsichtsmaßnahme.“ Der verstorbene Kater war zuvor mit zwei trächtigen Katzen zusammen in einem Raum. Da heißt es nun: Daumen drücken... „Bislang zeigen die zwei Katzen noch keine Symptome. Aber bei jungen Tieren kann das leider sehr schnell gehen“, erklärt Brettmeister. Erst kürzlich seien zwei ungeimpfte Hunde der Welpenmafia an der Seuche gestorben, bevor einer helfen konnte. Immerhin: Mit weiteren Tieren war der tote Kater nun nicht in Kontakt, auch dank des im vergangen Jahr eröffneten geräumigen Katzenhauses. 

Zur Zeit ist das Haus für Besucher gesperrt. 

Das Tierheim geht auf Nummer sicher

Dennoch geht das Münchner Tierheim jetzt voll auf Nummer sicher. Das Katzenhaus wurde als Sofortmaßnahme bis in den letzten Winkel gereinigt. „Bis auf Weiteres müssen Mitarbeiter außerdem immer durch ein Wasserbecken mit Desinfektionsmittel waten, um die Gefahr zu verringern, dass das Virus über die Schuhe weiterverbreitet wird“, sagt Judith Brettmeister. Das sei auch der Grund, warum das Katzenhaus vorerst für die Öffentlichkeit geschlossen bleibt. In ein paar Tagen gibt es Gewissheit, ob dieses Maßnahmen alle berechtigt waren. 

Stichwort Katzenseuche:

Der Erreger der Katzenseuche ist das Parvovirus. Dieses Virus kann auch Hunde befallen, ist in der Umwelt sehr stabil und lässt sich nur durch spezielle Desinfektionsmittel abtöten. Ein erkranktes Tier kann durch seinen Kot zur Gefahr für andere Tiere werden. Wässriger, blutiger Durchfall, Erbrechen und andere Auffälligkeiten des Magen-Darm-Traktes sind typisch. Die größte Gefahr für die Tiere besteht in der Austrocknung und der Zerstörung des Darmgewebes. Der wirksamste Schutz ist die Impfung!

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