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Zu viel Verkehr! Gibt‘s daher in München bald eine Seilbahn? Studie mit wegweisendem Urteil

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In und um München gab es zuletzt mehrere Gedankenspiele über Seilbahnprojekte, etwa vom Münchner Vogelweideplatz bis zur Messe, mit einem sogenannten Hub als Ein- und Aussteigestation
In und um München gab es zuletzt mehrere Gedankenspiele über Seilbahnprojekte, etwa vom Münchner Vogelweideplatz bis zur Messe, mit einem sogenannten Hub als Ein- und Aussteigestation. © FKN

Werden Seilbahnen in der Region um München den Verkehr entlasten? Eine Studie bezweifelt das - und nennt einen Grund, der ein Scheitern wahrscheinlich werden lässt.

München – Eine Seilbahn im Landkreis München wäre unwirtschaftlich und hat deshalb kaum Aussichten, je gebaut zu werden. Das ist das Fazit einer Nutzen-Kosten-Analyse, die der Landkreis München in Auftrag gegeben hatte. Konkret untersucht wurde der Bau einer Seilbahn von der U-Bahn Messestadt Ost bis nach Heimstetten.

Für die fünf Kilometer lange Strecke wurden 66 Millionen Euro veranschlagt, zudem wäre die Bahn mit nur 20 km/h sehr langsam. „Und dann haben wir noch das Thema mit der städtebaulichen Integration und der Überfahrt von Grundstücken“, warnte Gutachter Bernd Kollberg.

München: Seilbahnen als Verkehrslösung? Schnellbus-Verbindungen offenbar besser

Ähnliche Nachteile haben eine untersuchte U-Bahn-Verlängerung von Messestadt Ost bis Heimstetten (536,9 Millionen Euro Baukosten) und eine 15 Kilometer lange Tramstrecke von Lohhof bis Garching-Hochbrück (204 Millionen Euro Baukosten). Wie die Menschen in und um München in der Zukunft unterwegs sein werden, dazu gibt ein Mobilitätsexperte folgende Einschätzung ab:

Am besten schnitt eine Schnellbus-Verbindung ab mit Beschleunigungsspur und Bevorrechtigung an Verkehrsknoten. „Das wäre am wirtschaftlichsten“, sagte Kollberg. Kurzfristig ist das auch für Landrat Christoph Göbel (CSU) die beste Lösung.

In und um München gab es zuletzt mehrere Gedankenspiele über Seilbahnprojekte, etwa vom Münchner Vogelweideplatz bis zur Messe, mit einem sogenannten Hub (siehe Foto) als Ein- und Aussteigestation. Kürzlich wurde die anvisierte Verkehrswende in München zusätzlich durch eine Preiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr erschwert - die sollte ursprünglich sogar noch drastischer ausfallen. (icb)

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