Neue Berufsschul-Zweige

Landkreis will  Kinderpfleger und Sozialpädagogen ausbilden

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Die Berufsschule München Land in Riem soll wachsen. Um neue Zweige und eine Fachakademie.

Landkreis – Aufatmen können alle Berufsschüler im nördlichen Landkreis und im Würmtal: Sie müssen künftig nicht bis ins ferne Grafing-Bahnhof im Landkreis Ebersberg pendeln, sondern dürfen wohl weiterhin in die Berufsschule München gehen. Dafür hat sich der Kreisausschuss ausgesprochen – und eigene Berufsschul-Zweige für Kinderpflege sowie einer Fachakademie für Sozialpädagogik den Weg geebnet.

Eine Stunde brauchen Berufsschüler aus dem nördlichen Landkreis mit den Öffentlichen mindestens bis Grafing-Bahnhof – einfach, wenn die S-Bahn pünktlich kommt. Und trotzdem wollte das Kultusministerium die Auszubildenden wegen des sogenannten Schulsprengels auf diese Reise schicken. Dagegen hat sich der Kreisausschuss für Bauen und Schulen nun ausgesprochen. Denn da die Berufsschule Ebersberg, an der sich auch der Landkreis München beteiligt, in Grafing-Bahnhof statt in Zorneding entsteht, wollen die Räte den Schülern diesen Weg nicht mehr zumuten. Die Schüler sollen weiterhin auf die Berufsschule München gehen, wenn die bevorzugte Ausbildung an der Berufsschule München-Land in Riem nicht angeboten wird.

Der Kultusminister signalisiert Zustimmung

Außerdem soll die Berufsschule München Land – die aktuell bereits neue Fach- und Unterrichtsräume, eine Mehrfachsporthalle und ein Schülerwohnheim bekommt – um die Ausbildung zum Kinderpfleger und eine Fachakademie für Sozialpädagogik erweitert werden. Das bietet sich durchaus an, werden in Riem doch bereits Hauswirtschafter ausgebildet. Auch der neue Kultusminister Michael Piazolo soll bereits seine Bereitschaft signalisiert haben, dass diese Richtungen nun möglich sind, obwohl sie ebenfalls an der Berufsschule im Landkreis Ebersberg angeboten werden sollen.

Deshalb hat der Landkreis nun beantragt, den Schulsprengel so anzupassen, dass die Schüler künftig auf die Berufsschule München-Land gehen dürfen, und, bis die entsprechenden Räume gebaut sind, in München bleiben können. Auch ein Antrag für die neuen Ausbildungsrichtungen wurde gestellt. Sollte das Kultusministerium diesen annehmen, muss das Raumkonzept in Riem freilich ein weiteres Mal überdacht werden.

Da zusätzlich auch Jugendliche ohne Ausbildungsplatz der Berufsschule München-Land zugewiesen werden sollen, werden noch einmal mehr Räume benötigt. Deshalb kann aktuell auch keine Prognose gestellt werden, wann es die ersten Klassen für Kinderpflege und Sozialpädagogik in Riem gibt – falls das Kultusministerium diesen Plänen zustimmt.

Rubriklistenbild: © dpa / Jens Kalaene

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