In der Messestadt

Streit zwischen Jugendgruppen wird zum Großeinsatz

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München - Aus einem Streit zwischen zwei jungen Männern wird eine Massenauseinandersetzung. Polizisten werden massiv bedrängt, am Ende hilft nur ein großes Polizeiaufgebot.  

Zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen und Polizisten ist es am späten Samstagnachmittag vor den Riem Arcaden gekommen. Die Besatzung von 25 Streifenwagen musste in der Messestadt anrücken, um rund 30 junge Männer zu bändigen. Dem Ganzen war ein Streit zwischen zwei jungen Männern im Einkaufszentrum vorausgegangen.

Gegen 16.45 Uhr riefen Besucher der Riem Arcaden die Polizei, weil sich vor ihren Augen ein handfester Streit abspielte: Der 21-jährige Angestellte eines Ladens in den Arcaden wurde von einem anderen Mann gewürgt. Als die erste Polizeistreife eintraf, hatte sich die Auseinandersetzung bereits vor das Einkaufszentrum verlagert.

Die beiden Streithähne hatten offenbar Verstärkung bekommen, denn die Beamten trafen laut Bericht des Präsidiums „bereits mehrere Jugendliche vor Ort“ an. Und dabei blieb es nicht: In immer größerer Zahl strömten Jugendliche auf den Vorplatz, und ihre Wut richtete sich nun auf die Polizisten: Laut Bericht kesselten die beiden Gruppen die Beamten ein und gingen auf sie los. Die Polizisten forderten Verstärkung an.

Zwei Dutzend Streifenwagen kamen. Erst mit der großen Zahl an Einsatzkräften konnte die Polizei die Lage unter Kontrolle bringen. Mehrere Jugendliche flüchteten, darunter auch der Täter, der den Angestellten gewürgt hatte.

Ein Polizist (39) wurde bei der Auseinandersetzung durch einen Tritt gegen den Körper leicht verletzt. Er klagte über Schmerzen im Magenbereich. Ohne seine Schutzweste hätte die Verletzung erheblich sein können, stellte ein Arzt später fest.

Insgesamt nahmen die Beamten 12 junge Männer – darunter Deutsche, Iraner, Bosnier und Serben – fest. Sie wurden wegen Widerstands und Landfriedensbruchs angezeigt. Worum sich der ursprüngliche Streit drehte, ist noch nicht bekannt. Der 21-Jährige und der bislang noch nicht ermittelte Täter kannten sich aber offenbar. Die Polizei bittet um Hinweise zur Aufklärung des Falles: 089 / 29 100.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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