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Peter Schwenk hat das Kunstwerk entworfen. Jetzt steht es mit einem großen Loch im Foyer des Kulturzentrums. Der Künstler, so die Hoffnung, soll die Kugel wieder reparieren. 

Tat an viel befahrener Straße

Autofahrer rauschten einfach vorbei: Vandalen beschädigen Kunstwerk

Gertrud Ziegltrum vom Trägerverein ist fassungslos. Vandalen haben die „Erzählkugel“ vor dem Truderinger Kulturzentrum aus ihrer Verankerung gerissen und das Kunstwerk damit schwer beschädigt.

Der Vorfall hat sich in der Nacht auf Samstag vor dem Gebäude an der Wasserburger Landstraße ereignet. Nun hat die Riesen-Aluminiumkugel ein etwa 50 Zentimeter großes Loch.

„Wir haben den Künstler benachrichtigt, ob er sein Werk wieder reparieren kann“, berichtet Ziegltrum. Bis dahin steht das angeschlagene Kunstwerk im Foyer. Außerdem habe man Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Denn bislang gibt es keine Zeugen. Im Verdacht stehen zwei unbekannte Betrunkene, die zuvor schon an der Kugel gerüttelt hatten. Der Wirt des Kulturhauses war eingeschritten, dachte, die Männer verscheucht zu haben, und sperrte sein Lokal zu. Ziegltrum ist verwundert, dass an der vielbefahrenen Wasserburger Landstraße niemand den Vorfall gesehen hat. Die Polizei habe nach dem Kugel-Vorfall Überwachungskameras für den Außenbereich empfohlen. Seit Kurzem kämpfe man auch mit Diebstählen im und um das Kulturzentrum, berichtet die Schatzmeisterin.

Die „Erzählkugel“ stammt von Künstler Peter Schwenk. Er hatte mit seinem Werk 2011 an den Kunst-Tagen des Truderinger Kulturhauses teilgenommen und den Jury- als auch den Publikumspreis gewonnen. Der Trägerverein kaufte die Riesen-Kugel mit Unterstützung des Bezirksausschusses für fast 6000 Euro an. Längst ist sie zum Wahrzeichen für das Truderinger Kulturzentrum geworden.

Carmen Ick-Dietl

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