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Verena Fiebiger saß in einem der beteiligten Autos, der Unfallverursacher hat es gerammt.

“Ein Auto ist eine Waffe“

Tödlicher Horror-Unfall: Radio-Moderatorin unter Verletzten

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München - In die Massenkarambolage auf der Nymphenburger Straße war auch eine Münchner Radio-Moderatorin geraten. Sie erinnert sich an die schlimmen Momente.

Es war der wohl schlimmste Unfall seit langem in der Münchner Innenstadt: Am Freitag kam es auf der Nymphenburger Straße zu einer Massenkarambolage mit insgesamt 14 beteiligten Autos.

Ein 86-Jähriger hat mit seinem Auto zahlreiche Wagen gerammt. Für eine 25-jährige Justizfachangestellte kam jede Hilfe zu spät, sie starb bei dem Unfall. Unter den mindestens sieben Verletzten ist auch eine Radio-Moderatorin: Verena Fiebiger (33), die für den BR-Sender Puls am Mikrofon steht.

In ihrer Abendsendung am Montagabend, die auch bei Bayern 3 ausgestrahlt wurde, gab Fiebiger bekannt, dass auch sie in den Unfall geraten war. "Ich saß im Wagen einer Freundin", erinnert sie sich im Gespräch mit unserer Onlineredaktion. "Der Mercedes hat uns seitlich gerammt, bevor er in Autos vor uns gerast ist. Es gab eine riesige Glaswolke."

Das Auto ihrer Freundin erlitt zwar einen Totalschaden, Fiebiger selbst ist aber froh, dass den beiden nichts Schlimmeres passiert ist. "Wir haben ein Schleudertrauma, aber wir haben großes Glück gehabt." Sie verweist darauf, dass auch das Todesopfer in einem Kleinwagen saß. "Wir sind einen kleinen Twingo gefahren", so Fiebiger.

Die Sekunden nach dem Aufprall schildert sie wie folgt: "Wir saßen im Auto und waren im Schockmoment. Dann haben wir gesehen, wie Passanten die Frau des Unfallverursachers herausgezogen und auf die Straße gelegt haben. Anschließend ist der Fahrer selbst ausgestiegen, ich war sehr erstaunt, weil ich nicht so einen alten Fahrer erwartet hätte."

Wie es genau zu dem Unfall gekommen ist, ist noch unklar. Der 86-Jährige ist bereits am Sonntag vernommen worden. Er ist entgegen ersten Angaben nicht schwer verletzt worden.

In ihrer Radiosendung warf Fiebiger die Frage auf, ob betagte Autofahrer sich nicht immer wieder einer Nachprüfung unterziehen sollen, viele Zuhörer schrieben, "es sollte für jeden in regelmäßigen Abständen eine Fahrprüfung her." Ihre persönliche Meinung: Nur wer 30 Jahre unfallfrei fährt, sollte nicht automatisch bis 100 fahren dürfen, aber auch ein junger Mensch, der nicht regelmäßig fährt oder sich nicht sicher fühlt, sei eine Gefahr, so die 33-Jährige.

„Ein Auto ist eine Waffe“

Wenige Sekunden vorher sei sie bereits Zeuge eines waghalsigen Manövers durch einen anderen Verkehrsteilnehmer geworden. "Uns hatte zuvor schon ein anderes Auto, ein SUV, unfassbar schnell überholt. Wir haben noch geschimpft und gesagt: Was muss der Depp so schnell fahren? Und fünf Sekunden danach ist der Mann in uns reingerast." Für Fiebiger ist ein Auto "eine Waffe. Und das ganze Gerase in der Stadt ist Wahnsinn."

lin

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