+
Das Gelände an der Wilhelm-Kuhnert-Straße 14.

Anwohner der Wilhelm-Kuhnert-Straße sind aufgebracht

„Es ist ein Unding, wie mit uns Bürgern umgegangen wird“

  • schließen

Die Anwohner rund um die Wilhelm-Kuhnert-Straße in Untergiesing sind aufgebracht. Die Pläne der Stadt, 20 Wohneinheiten für Flüchtlinge und Geringverdiener zu errichten, sind demnach nicht transparent genug.

Die Anwohner rund um die Wilhelm-Kuhnert-Straße in Untergiesing sind aufgebracht. Zum wiederholten Male waren sie eigens zur Sitzung des Untergiesing-Harlachinger Bezirksausschusses (BA) gekommen, um sich über den Planungsfortschritt und die Details für ein umstrittenes Bauprojekt an der Wilhelm-Kuhnert-Straße 14 zu informieren. Dort plant die Stadt, im Rahmen des Projektes „Wohnen für alle“ 20 Wohneinheiten für Flüchtlinge und Geringverdiener zu errichten. Doch zur Sachdiskussion kam es erneut nicht. „Seit Mai werden wir vonseiten des Referates für Stadtplanung und Bauordnung immer wieder vertröstet – das geht gar nicht“, schimpft auch BA-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). Wiederholt war ein Sachverständigen-Auftritt im Gremium geplant, wiederholt sagten die Referatsvertreter ab. „Kein neuer Sachstand“, verlautete auf Nachfrage von dort.

„Es ist ein Unding, wie mit uns Bürgern umgegangen wird“, schimpfte einer der umsonst Gekommenen. „Wir werden hier nach Strich und Faden verarscht“, folgerte ein anderer. Die Bürger verlangen Aufschluss, schließlich soll in ihrem Umfeld ein viergeschoßiger Bau entstehen. Den lehnen nicht nur manche Anwohner auch mit Blick auf die starke Nachverdichtung ab.

Inhaltlich stellt sich auch BA-Chef Baumgärtner dagegen. „Wir sind seit Jahren auf der Suche nach einem Grundstück für den Kindergarten, der am Candidplatz mitten auf dem Parkplatzgelände ein trauriges Dasein fristet“. Der Standort unweit davon an der Wilhelm-Kuhnert-Straße sei dafür ideal. Zudem gelte es, im Viertel auch die soziale Infrastruktur zu verbessern. „Wohnen für alle“ trage dazu nicht bei.

Auf der anderen Hand sucht die Stadt für das Projekt händeringend Grundstücke in unterschiedlichen Vierteln. Schließlich sollen nach einem Stadtratsbeschluss bis zum Jahr 2019 bis zu 3000 derartige Wohnungen gebaut werden. Doch den Infoauftritt in Untergiesing-Harlaching haben die Planer noch nicht absolviert. 

Unsere wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Harlaching - mein Viertel“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

München und die Flüchtlingsmauer: Wenn ein Schutzwall Schutz braucht
Ein Steinwall in München soll ein Wohngebiet eigentlich vor Lärm aus einer Flüchtlingsunterkunft schützen. Stattdessen schafft es die Mauer in die Schlagzeilen, sorgt …
München und die Flüchtlingsmauer: Wenn ein Schutzwall Schutz braucht
Im Münchner Norden: CSU will Siedlungspläne stoppen
Die CSU will die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Münchner Norden stoppen. Das Instrument sei in seiner Drastik ungeeignet. Gleichwohl müsse Bauentwicklung möglich …
Im Münchner Norden: CSU will Siedlungspläne stoppen
Wegen Polizeieinsatz: Bahnhof München-Pasing kurzzeitig gesperrt
Aufgrund eines Polizeieinsatzes war der Bahnhof München-Pasing am Sonntagabend zeitweise gesperrt.
Wegen Polizeieinsatz: Bahnhof München-Pasing kurzzeitig gesperrt
Frau will einparken: Mann stellt sich vor Auto und onaniert
Als eine Frau in Sendling ihr Auto einparken möchte, stellt sich ihr ein ungewöhnliches Hindernis in den Weg: Ein Mann ließ die Hosen runter - vor den Augen des …
Frau will einparken: Mann stellt sich vor Auto und onaniert

Kommentare