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Kultstätte des Fußballs: Ob ein Ausbau des Stadions an der Grünwalder Straße mach- und finanzierbar ist, ist allerdings fraglich.

Das bringt das neue Jahr fürs Viertel

Untergiesing-Harlaching 2017: Kontroverse Stadion- und Tierpark-Pläne

München - In Untergiesing-Harlaching kommen dieses Jahr viele spannende Themen neu auf den Tisch: Für kontroverse Diskussionen werden weiterhin der Bau eines Parkhauses am Tierpark Hellabrunn und die Erweiterungspläne für das Grünwalder Stadion sorgen.

Immer wieder schwappt in Untergiesing-Harlaching die Frage hoch, wie es mit dem Stadion an der Grünwalder Straße weitergeht. Unter anderem auch, weil sich Anwohner über die Situation während größerer Fußballspiele beschweren. Stein des Anstoßes ist zum einen der Parkplatzmangel, der sich dadurch verschärft, zum anderen das ausschweifende Verhalten mancher Fans. Aktuell sind bis zu 12 500 Zuschauer in der Kult-Spielstätte erlaubt. Die Stadt prüft aber, ob eine Kapazitätserweiterung des Stadions auf 15 000 oder gar 18 500 Plätze machbar und finanzierbar ist. Der Bezirksausschuss (BA) Untergiesing-Harlaching hat im Herbst gefordert, in die weiteren Planungen eng einbezogen zu werden. Auch die Bürger sollen die Gelegenheit bekommen, intensiv mitzureden: „Wir planen für 2017 eine Einwohnerversammlung zu dem Thema mit allen Beteiligten“, so der BA-Chef Clemens Baumgärtner (CSU).

Große Pläne gibt es für das ehemaligeOsram-Areal an der Hellabrunner Straße. Das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs steht bereits fest: Das markante Gebäude auf dem früheren Firmengelände wird abgerissen. Ein Erhalt des dunklen Kubus sei sowohl aus energetischen als auch statischen Gründen nicht möglich, so die Begründung der Jury. Realisiert wird nun eine Variante, die eine komplette Neubebauung vorsieht. Auf dem rund 32 000 Quadratmeter großen Grundstück werden rund 370 neue Wohnungen entstehen. Vorgesehen sind zudem Kindertageseinrichtungen, Gewerbe und Grünflächen. Derzeit dienen die Gebäude noch als Unterkunft für bis zu 1000 Flüchtlinge. Angekündigt ist, dass der Baustart für das neue Quartier 2018 sein soll.

Für Wirbel sorgt seit längerem das geplanteTierpark-Parkhaus. Entstehen soll es auf dem östlichen Parkplatz an der Siebenbrunner Straße. Ziel ist, die oft schwierige Verkehrssituation und den Stellplatzmangel rund um den Tierpark zu entschärfen. Kritiker monieren, das Vorhaben sei zu teuer. Außerdem liege die Fläche, auf der das Parkhaus errichtet werden soll, teilweise in einem Schutzgebiet. Im Dezember hat der Aufsichtsrat die Mittel für die weitere Planung freigegeben. „Wir werden darüber noch viel zu diskutieren haben“, kündigt der BA-Vorsitzende Clemens Baumgärtner bereits auf der Bürgerversammlung im November an. Das Vorhaben solle auch dem Viertel dienen. Deswegen müssten die Bürger ins Boot geholt werden: „Es wird 2017 zu diesem Thema eine Einwohnerversammlung geben.“

Im Tierpark neu eröffnet wird Mitte 2017 die Polarwelt. Die Anlagen werden derzeit modernisiert und verschönert, die triste Beton-Optik soll verschwinden. Neu einziehen werden zum Beispiel Schneeeulen. Außerdem startet im Frühjahr der Umbau des Kleintierparks zum„Mühlendorf“.

Die vor einigen Jahren auf Eis gelegten Neubaupläne für das Klinikum Harlaching haben sich wieder konkretisiert. Im September wurde der Öffentlichkeit vorgestellt, was auf dem Areal vorgesehen ist: Ein Teil der Gebäude wird abgerissen, da sie nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen. Entstehen wird stattdessen ein Neubau, der eine moderne Infrastruktur, mehr Patientenkomfort, kurze Wegen und effiziente medizinische Prozesse ermöglichen soll. Künftig wird das Klinikum Harlaching über rund 550 Betten verfügen. Geplant sind zudem neue Funktionsflächen und OP-Säle. Außerdem ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Baustart soll voraussichtlich 2018 sein.

Brigitta Wenninger

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