Das Grünwalder Stadion ist gerade erst ausgebaut worden – unter anderem mit neuen gelben Treppen
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Das Grünwalder Stadion ist gerade erst ausgebaut worden – unter anderem mit neuen gelben Treppen.

Grant ums Grünwalder

18.600 Fans im Sechzger-Stadion? Nachbarn wehren sich gegen weitere Aufstockung

  • vonHarald Hettich
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Bei der Stadt denkt man darüber nach, künftig mehr Menschen ins Stadion an der Grünwalder Straße zu lassen – dann könnten bis zu 18.600 Fans dem TSV 1860 in der Dritten Liga zuschauen. Doch die Nachbarn wehren sich.

München - Zuletzt waren es 12.500, ab der neuen Saison gelten 15.000. Die Nachbarn laufen Sturm gegen die zusätzliche Erweiterung. Der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching (BA) verweigert die Zustimmung, solang es kein schlüssiges Lärm- und Verkehrskonzept gibt.

Aus den Reihen der SPD stimmte lediglich Winfried Schreyer gegen diese deutliche Nutzungsbeschränkung. Die SPD im Stadtrat ist für den weiteren Ausbau.

Das Thema kochte jetzt hoch, weil Anwohner einen runden Tisch zum Thema Sechzger-Stadion forderten: Wütende Nachbarn klagten vor dem BA über „unhaltbare Zustände an den Spieltagen“.

„Eine gut einseitige rotzfreche Antwort“

Neben Anwohner-Sprecher Hanns-Peter Kreuser fand auch BA-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) klare Worte. Mehrfach habe man die Stadt zu einer detaillierten Stellungnahme aufgefordert und klare Konzepte verlangt. Aber: „Was wir von der Stadt bekommen, ist eine gut einseitige rotzfreche Antwort, welche die Missachtung des Bezirksausschusses ausdrückt.“

Doch mit der geforderten Begrenzung könnte der BA bald ziemlich allein dastehen. „Es ist absehbar, dass die Erweiterung auf 15 000 Zuschauer nicht ausreichend ist, um dem Zuschaueransturm gerecht zu werden“, begründete die SPD-Stadtratsfraktion ihren Vorstoß auf noch mehr Zuschauer.

Kreuser sagt, besonders das „Dauergetrommle und Getröte“ an Spieltagen „bereits ab 10 Uhr morgens“ raube den Nachbarn den Nerv. „Ich habe letztens zudem sogar zum Wasserschlauch gegriffen, um einen Wildbiesler aus unserem Vorgarten zu vertreiben…“

Lesen Sie auch: Veränderungen im 1860-Stadion: So sieht das neue Grünwalder aus

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