Mutter postet verzweifelten Aufruf

Jarmine, wo bist du? Mädchen am 60er-Stadion spurlos verschwunden

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Wo ist Jarmine? In München wird ein 15-jähriges Mädchen vermisst. Es verschwand am Grünwalder Stadion. Ihre Mutter postete einen verzweifelten Aufruf bei Facebook.

München -  Jarmines Eltern sind in großer Sorge: Seit diesem Sonntag in der Früh ist ihre 15-jährige Tochter verschwunden. „Ich bitte um Hilfe“, schreibt ihr Vater im Internet im sozialen Netzwerk ­Facebook. Darunter ist ein aktuelles Foto des Mädchens zu sehen. „Ich bitte inständig jeden, diesen Post zu teilen und nicht damit aufzuhören!“, so der verzweifelte Hilferuf des Stiefvaters. Die Sorge der Eltern scheint die ­Internet-Nutzer sehr zu bewegen. Sie nehmen großen Anteil an der Suche: Mehr als 35.000 Mal ­haben sie den Aufruf auf ­Facebook bis Montagnachmittag schon geteilt! 

Und: Über 5400 Menschen kommentierten den Post der Eltern. Auf Facebook schreibt der Stiefvater, dass Jarmine seit Sonntag in der Früh um drei Uhr verschwunden ist. „Ihr Handy ist aus – und keiner ihrer Freunde weiß etwas“, schreibt er. Das Mädchen ist nach Angabe der Eltern von der ­Tegernseer Landstraße (Giesing) zur Trambahn gegangen. An der Haltestelle beim 60er-Stadion verliert sich dann ihre Spur. Wie die Eltern bei Facebook mitteilen, trug das Mädchen, als es ­verschwand, weiße Reebok-Schuhe und eine Adidas-Hose in Schwarz mit weißen Streifen.

Die Polizei versucht nun alles, um das Mädchen zu finden. Die Umgebung, in der die Jugendliche zum letzten Mal gesehen wurde, wurde bereits abgesucht, zudem versuchten die Beamten über Familienangehörige, Freunde und ­Bekannte nähere Details über die vermisste 15-Jährige zu ­erfahren. Bisher blieben all diese Bemühungen ohne Erfolg. Die Eltern des Mädchens wollten am Montag nicht mit der tz sprechen. Sie hoffen, dass ihre Tochter bald wieder nach Hause kommt.

Update: Der Facebook-Eintrag ist inzwischen gelöscht, nach Jarmine wird allerdings weiterhin gesucht.

Pro Jahr 2000 Fälle

Um die 2000 Fälle von vermissten Personen bearbeitet die Münchner Polizei jährlich. Etwa ein Drittel der Gesuchten sind Erwachsene, zwei Drittel Minderjährige. Ein Viertel davon wiederum Kinder unter 14 Jahren. Die meisten Fälle klären sich schnell auf – ­etwa wenn sich Kinder nicht bei den Eltern abgemeldet ­haben. Je nach Ernst der Lage reagiert die Vermisstenstelle der Behörde unterschiedlich: Etwa bei vermissten Kindern, bei Suizidgefahr von Erwachsenen oder dem Verdacht des Vorliegens einer Straftat benachrichtigen die Beamten alle Dienststellen.

Rubriklistenbild: © dpa

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