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Eigentlich könnte man den U-Bahnhof Candidplatz mit seiner Regenbogenbemalung als besonders schön bezeichnen - wären da nicht die weißen Flecken an der Wand.

Vorschlag aus Politik abgelehnt

Bürger schimpfen über gewöhnungsbedürftigen U-Bahnhof: „Seit Jahren setzte ich mich dafür ein, dass ...“

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Am U-Bahnhof Candidplatz überdecken unschöne weiße Stellen die Regenbogenbemalung. Eigentlich wollte die Stadt 2019 sanieren - passiert ist jedoch nichts. 

  • Im U-Bahnhof Candidplatz wird die Regenbogenbemalung an der Wand von weißen Flecken verunstaltet.
  • Das Problem besteht seit Jahren - doch auch 2020 ist noch keine Besserung in Sicht.
  • Ein kreativer Vorschlag aus der Politik wird abgelehnt.

Untergiesing - Die Station am Candidplatz gehörte mit ihrer Regenbogenbemalung einst zu den schönsten U-Bahnhöfen der Stadt. Seit mehreren Jahren werden die bunten Wände jedoch von hässlichen, weißen Flecken verunstaltet. Bürger und der örtliche Bezirksausschuss (BA) haben die Nase voll.

„Seit Jahren setze ich mich dafür ein, dass der Bahnhof wieder ansehnlich wird - und nichts passiert“, schimpft Melly Kieweg (68), Mitglied im BA Untergiesing-Harlaching. Nicht nur sie, sondern auch einige andere Bürger hatten Anträge an die Stadt gestellt: Da müsse man doch was tun. Nachdem die Stadtviertel-Politikerin 2018 nochmals eine Anfrage mit den gesammelten Anträgen verfasste, antwortete die Stadtverwaltung: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) plane, den U-Bahnhof im Laufe des Jahres 2019 zu sanieren. „Nun haben wir 2020 - und es ist immer noch nichts passiert“, klagt Kieweg.

Münchner TV-Fans trauern. Ein bekannter Schauspieler ist überraschend gestorben - im Alter von nur 34 Jahren.

Sanierung des U-Bahnhofs Candidplatz: Umsetzung wohl erst 2021

Grund für die Flecken sind Bauwerksuntersuchungen im Jahr 2014. Wegen eines Wasserschadens musste die MVG damals mehrere Stellen öffnen. „Die Löcher in der Wandverkleidung wurden immer nur provisorisch verschlossen, um kein Geld für eine Neugestaltung auszugeben, die nur kurz Bestand gehabt hätte“, erklärt MVG-Sprecher Matthias Korte. Die Wände müssten nämlich noch weiter untersucht werden. 

„Eine abschließende Begutachtung findet heuer statt“, so Korte. Für die Sanierung rechne man nun mit einer Umsetzung im nächsten Jahr, Abschluss voraussichtlich Ende 2021. Die Kosten für die zu erneuernde Wandverkleidung liegen im sechsstelligen Bereich.

Kieweg hat vorgeschlagen, dass Street-Art-Künstler die Flecken zumindest vorübergehend mit Graffiti überdecken könnten. Das ginge jedoch aus Sicherheitsgründen nicht, sagt die MVG. Aber die Stadtviertel-Politikerin gibt nicht auf. Sie hat sich bereits mit Erfolg dafür eingesetzt, dass die Säulen unter der Candidbrücke mit Graffiti verschönert werden. „Hier hat die Stadt auch erst gesagt, dass das nicht geht.“

Die Pannen-Statistik offenbart es: Verspätungen bei der MVG können unerwartete Gründe haben. Ein Busfahrer ignoriert eine Frau mit einem Rollator einfach - die ist fassungslos. Bahnfahren muss nicht unbedingt günstiger werden - bei einem beliebten Ticket wurde der Preis angezogen. Plötzlich zieht der Ticket-Automat beim bargeldlosen Zahlen mehr ab - das hat einen Grund.

Verunstaltet wurde auch eine berühmte Statue im Herzen von München. Dabei wurde ein pikanter Aufkleber an einer problematischen Stelle angebracht. 

In München kam es am Sonntagabend (9. Februar) zu einem Großeinsatz der Polizei. Auf einem Bolzplatz waren zwanzig Personen aneinander geraten. Dabei wurde ein Münchner schwer verletzt.

Laura Felbinger

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