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Hoch hinaus soll es nach dem Willen der Architekten direkt neben der Candidbrücke in Untergiesing gehen.  

Auf Ex-GBW-Grund

Neue Wohnungen: Ein Klotz neben der Candidbrücke

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In Untergiesing entsteht neben dem Mittleren Ring ein Wohnareal mit bis zu elf Geschossen. 

München - Ein ziemlich großer Wohnklotz wird künftig an der Candidbrücke 174 in Untergiesing einkommensschwache Haushalte beherbergen. Anstelle der jetzigen drei oder fünf Stockwerke hohen Wohnbebauung entsteht ein bis zu elf Stockwerke zählender Block.

Wegen der dauernden Mieterhöhung sind viele Mieter schon fortgezogen

Das gesamte Gelände hatte einst der GBW gehört, die den 1952 errichteten Block zwischen Candid-, Agilolfinger-, Krumpter- und Hans-Mielich-Straße 2010 an die Grünwalder Immobilienfirma Rock Capital Partners verkaufte. Als erstes gab es laut Maximilian Heisler vom Bündnis bezahlbares Wohnen eine saftige Mieterhöhung von 20 Prozent. Nach der dreijährigen gesetzlichen Frist wurden nochmals 15 Prozent draufgesattelt. Viele Bewohner sind Heisler zufolge schon ausgezogen. 

Mittlerweile wird das Areal von der Candid Immobilien Projekt GmbH weiter entwickelt. Und die hat große Pläne: Nicht nur die heruntergewirtschafteten Häuser an der Candidstraße sollen abgerissen werden, die an der Krumpterstraße werden außerdem um zwei Etagen aufgestockt und modernisiert, was laut Heisler wieder steigende Mieten bedeuten wird. Die bisherige Lücke in der Bebauung wird geschlossen.

Die Bebauung rundherum hat maximal acht Etagen

Im Gestaltungswettbewerb hat sich das Münchner/Ingolstädter Architekturbüro „nbundm“ durchgesetzt – am Freitag gab es seine Pläne bekannt: Die sehen einen elf Stockwerke hohen Turm an der Hans-Mielich-Straße vor. Bislang gibt es in Untergiesing noch keinen Bezugspunkt dafür, die übrige Wohnbebauung ist maximal acht Etagen hoch. Das Planungsreferat hat damit kein Problem. „Die Geschossigkeit ergibt sich aus dem Wunsch des Auftraggebers und ist aus unserer Sicht städtebaulich gut vertretbar,“ sagt Pressesprecher Ingo Trömer. Er weist jedoch „ausdrücklich darauf hin, dass es sich bisher lediglich um einen Wettbewerbsentwurf handelt“. Eine abschließende Prüfung, ob tatsächlich elf Geschosse baurechtlich möglich sind, stehe noch aus.

Die Wohnungen werden zum Innenhof ausgerichtet

Die Architekten für die neue Wohnbebauung auf dem ehemaligen Osram-Gelände auf der anderen Seite der Candidstraße kommen übrigens mit fünf Geschossen aus. Doch wie baut man einen großen Wohnblock direkt an einer Stadtautobahn? Vor dem Haus führt ein zweispuriger Zubringer auf den Mittleren Ring, darüber steht die vierspurige Candidbrücke, insgesamt liegt eine achtspurige Verkehrsschneise direkt vor den künftigen Haustüren. „Wir haben die Treppenhäuser an der Candidstraße angeordnet“, erklärt Architekt Jan Bohnert, „die Hälfte der Wohnungen ist ganz auf den Innenhof ausgerichtet, bei den anderen Wohnungen sind das Bad und ein Zimmer zur Straße hin geplant.“

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