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Acht junge Engländer kenterten am Samstag bei einer Schlauchboot-Tour.

Vorsicht bei Bootstouren!

Reißende Isar: Wasserwacht erklärt die gefährlichen Stellen

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Touren auf der Isar können tödlich enden: Allein am Wochenende mussten die Rettungskräfte mehrfach ihr Leben riskieren. Die Wasserwacht erklärt die gefährlichen Stellen.

München - Diese Touren können tödlich enden! Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage ist die Isar zu einem reißenden Strom angeschwollen. Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei warnen regelmäßig vor den Gefahren der Fluten. Doch das hält offenbar einige Unbelehrbare nicht davon ab, mit dem Schlauchboot über den Fluss zu paddeln. Am Wochenende mussten deshalb mehrmals Rettungskräfte ihr eigenes Leben riskieren, um das anderer zu retten.

Die Einsatzkräfte der Isarrettung, eine Abteilung der Münchner Wasserwacht, haben eine Strichliste gemacht. 26 Mal wurden alleine am Samstag Schlauchbootfahrer vor der Großhesseloher Brücke per Megafon vor den gefährlichen Wasserwalzen und Hindernissen in der Isar gewarnt. Mancher Freizeitkapitän wurde von der Wasserwacht mit sogenannten Wurfsäcken vorsorglich aus den Fluten gefischt.

Engländer mit wenig Verstand und viel Alkohol

Der erste Großeinsatz lief am Samstagnachmittag. Spaziergänger wollen am Wehr bei Großhesselohe ertrinkende Personen und ein zerfetztes Schlauchboot erkannt haben. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und ein Hubschrauber eilten an die Stelle, um Leben zu retten. Am Ende stellte sich heraus: An dem Wehr hatten sich lediglich Wasserbälle verfangen, Menschen waren hier nicht in Gefahr.

Ganz anders am späten Abend: Gegen 21.30 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf ein. Acht junge Engländer im Alter von 35 und 36 Jahren waren mit wenig Verstand und viel Alkohol im Blut zu einer Schlauchboot-Tour aufgebrochen. Die Gruppe war auf drei Boote verteilt. Auf Höhe der Großhesseloher Brücke kenterte ein Schlauchboot mit vier Männern. Eine Studentin beobachtete das Drama und holte Hilfe. Die Männer konnten sich selbst ans Ostufer retten und wärmten sich am Lagerfeuer der Studentin. Wasserwacht und Luftrettung warteten auf die anderen Boote an der Marienklause und zog den Rest der Gruppe aus den Fluten.

Immer wieder kann es bei Bootstouren auf der Isar brenzlig werden.

90 Retter waren zwei Stunden lang im Einsatz. Auch die Hubschrauber Christoph 1 (ADAC) und Edelweiß 2 (Polizei) waren an der Suche beteiligt. Zwischenzeitlich gab es die Vermutung, dass weitere Menschen in der Isar treiben. Das bestätigte sich aber nicht.

Bootstouren auf der Isar: Das sind die gefährlichen Stellen

Das sagt die Wasserwacht: Schlauchboot-Touren auf der Isar sind derzeit zwar nicht verboten, die Wasserwacht warnt aber derzeit verstärkt vor den Gefahren der reißenden Ströumg. Michael Welzel, stellvertretender Vorsitzender der Kreiswasserwacht München, sagt: „Zwar hat sich die Hochwasserlage entspannt und die Wassermassen werden geringer – so lange die Isar aber braun ist und schnell fließt, sollte man den Fluss nicht in einem Schlauchboot befahren.“ Am Samstag haben die beiden Großeinsätze an der Großhesseloher Brücke und an der Marienklause für viel Aufsehen gesorgt. Das sollte eigentlich Warnung genug sein. Und trotzdem: Am Sonntagnachmittag sichtete die Wasserwacht bereits wieder zwölf Boote in den gefährlichen Fluten, berichtet Welzel.

Besonders gefährlich werde es für die Ausflügler ab der Großhesseloher Brücke, an der Marienklause und am Flaucher. Durch die starke Strömung seien Wehre und Staustufen noch unberechenbarer. Welzel: „Wasserwalzen sind in Kombination mit Treibgut eine Art gefährliche Waschmaschine.“ Hier kam es bereits des Öfteren zu Todesfällen. 

Ab der Großhesseloher Brücke 1 wird’s gefährlich. An der Marienklause 2 und am Flaucher 3 gibt es Wasserwalzent

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