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Aufgesattelt und neu gebaut: So soll es am Stiftsbogen 152 bis 166 künftig aussehen.

Gebäude am Stiftsbogen bekommen neue Etagen

Knapp 40 Bäume umgemacht: Kraterlandschaft schockiert Haderner

Eine Immobiliengesellschaft plant Umbauten an den Gebäuden der Wohnanlage am Stiftsbogen. Deshalb wurden bereits zahlreiche Bäume umgemacht. Das schmeckt den Anwohnern überhaupt nicht.

München - Die Bewohner am Stiftsbogen 152 bis 166 in Hadern sind schockiert. Innerhalb weniger Tage ist die grüne Idylle zwischen Stiftsbogen und Guardinistraße einer Kraterlandschaft gewichen. Knapp 40 Bäume sind der Motorsäge zum Opfer gefallen. Übrig geblieben sind nur noch Reste der Sitzbänke, die zum Verweilen unter den Linden und Robinien einluden. Die Mieter im Parterre bangen zudem um ihre kleinen Gärtchen. „Vielleicht machen sie den Garten ja ganz weg“, befürchtet eine der Betroffenen.

Grund für den brachialen Eingriff sind anstehende Bauarbeiten, das Zauberwort heißt Nachverdichtung. Federführend ist die F.M.S. Immobilienbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. Grundbesitz KG, der die Ende der 1970er-Jahre errichtete Wohnanlage am Stiftsbogen gehört. Geplant seien hier „drei Baumodule“, erklärt Maximilian Stürzer auf Anfrage unserer Zeitung. Der Haderner Rechtsanwalt ist der Geschäftsführer der Bauherrin.

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Neue Stockwerke in Planung

Zum einen werden die Bestandsgebäude Stiftsbogen 152 bis 164 um jeweils eine Etage aufgestockt. Das Haus Nummer 166 erhält zwei neue Stockwerke. Des Weiteren wird das Ensemble durch ein Hochhaus mit 21 Wohnungen ergänzt. 17 davon werden öffentlich gefördert, sind also Sozialwohnungen. Als dritte Baumaßnahme soll direkt an der Straße, also vor den bestehenden Mietergärten, eine neue Kindertagesstätte mit jeweils drei Krippen- und Kindergartengruppen entstehen. Darunter wird es eine neue Tiefgarage mit 32 Plätzen geben.

Die Baumaßnahmen hat die Lokalbaukommission bereits vor über einem Jahr genehmigt, wie Thorsten Vogel, Sprecher des Referats für Stadtplanung und Bauordnung, bestätigt. Davon hatten aber offenbar nicht alle Mieter Kenntnis. Jedenfalls waren gleich mehrere in die jüngste Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Hadern gekommen. Zusammen mit Anwohnern der umliegenden Häuser baten sie die Stadtteilpolitiker um Aufklärung. „Wir haben überhaupt keine Ahnung“, beschwerte sich eine der Bewohnerinnen.

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F.M.S.-Geschäftsführer verweist auf Rundschreiben

Ein Vorwurf, den Maximilian Stürzer nicht nachvollziehen kann: „Die Mieter werden stets auf dem Laufenden gehalten.“ Es gebe mehrere Rundschreiben. Auch sei man zur Beweissicherung vor Beginn der Baumaßnahmen stets in den Wohnungen unterwegs.

Momentan herrscht an der Baustelle allerdings absoluter Stillstand. „Wir warten auf die Spartenverlegung“, so Stürzer. Die Stadtwerke haben sich für den 5. Februar angekündigt, um die Elektroleitungen zu verlegen. Die Aufstockung der bestehenden Gebäude werde „relativ schnell“ vonstattengehen, so der Geschäftsführer. Das wäre wohl im Sinne der Mieter: Denn schon die Absaugung des Kieses auf den Flachdächern strapazierte die Nerven der Bewohner.

Mitte Februar geht es aller Voraussicht nach weiter. Denn dann kommen die Kräne für die Aufstockung. Im Laufe des Frühjahres will man mit dem Baugrubenaushub für den Kindergarten und das Hochhaus beginnen. Die kompletten Bauarbeiten sollen 2019 abgeschlossen sein.

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Margot Deny

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