Mitglieder von Jugendbanden stiegen in Zimmer ein

Einbrüche in Münchner Hostel aufgeklärt

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München - Gleich mehrere Einbrüche verzeichnete ein Münchner Hostel im Februar. Inzwischen hat die Polizei einen Großteil der Täter ermittelt - sie gehören zu Jugendbanden. 

Ein ums andere Mal haben Einbrecher im Februar 2016 in einem Münchner Hostel in der Arnoldstraße ihr Unwesen getrieben - immer verschafften sich diese Zutritt über den Balkon oder ein gekipptes Fenster. Wegen zahlreicher Zeugenaussagen sowie den Feststellungen an den jeweiligen Tatorten vermutete die Polizei eine bandenmäßige Begehung. 

Im ersten Fall konnte der Täter - neben anderen Beweisen - wegen seiner DNA an einer Zigarettenschachtel überführt werden, die er zur Sicherung des Fluchtweges unter eine Notfalltür geklemmt hatte. Untersuchungen des Bayerischen Landeskriminalamtes ergaben ein männliches DNA-Muster. Beim Abgleich mit der entsprechenden Datenbank ergab diese einen Treffer. 

In einem zweiten Fall erbeuteten die Täter zwei Koffer eines Gastes. Sie hatten sich über ein gekipptes Fenster Zutritt zu dessen Zimmer verschafft. Ermittlungen führten zu einem 20-jährigen Türken, der seine Tatbeteiligung nach anfänglichem Leugnen gestand. Die Behörden gehen von einem Einbrecher-Trio aus, bisher liegen jedoch keine konkreten Hinweise vor. Die Ermittlungen dauern an. 

Auch bei zwei weiteren Einbrüchen, die der 20-Jährige gemeinsam mit einem 20-jährigen Deutsch-Bosnier begangen hat, stellte die Polizei DNA-Spuren sicher. In beiden Fällen hatte sich das Duo über gekippte Fenster Zutritt verschafft, die Beute veräußerten die Männer in einem Pfandhaus. Die Täter gehören allesamt zu Jugendbanden, die regelmäßig Zeit in der Lobby beziehungsweise in den Billiardräumen des Hotels verbringen. Nach eigener Aussage hatten sie sich jeweils spontan zu den Einbrüchen zusammengeschlossen. Der Hotelmanager hat inzwischen ein Hausverbot für die gesamte Kette ausgesprochen. 

Präventionshinweis der Münchner Polizei 

• Schließen Sie stets alle Fenster und Türen ihres Hotelzimmers.

• Versperren Sie sämtliche Wertsachen in den Zimmer- bzw. extra hierfür angebotenen Rezeptions-Safes. Der letztgenannte Bereich ist meist speziell videoüberwacht.

• Schließen Sie die Hotelzimmertür ab und lassen diese nicht lediglich ins Schloss fallen.

hb

Rubriklistenbild: © dpa

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