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13 Stockwerke (im Bild sind es nur 12) soll der dritte Augustinum-Turm haben.

Hochhaus mit 13 Stöcken

Mega-Bauprojekt in München soll neuen Wohnungsraum entstehen lassen

Im Münchner Westen soll durch einen Hochhaus-Anbau an das Augustinum neuer Wohnraum entstehen. Auch ein neuer Gastronomiebetrieb soll dort Platz finden. 

  • Im Münchner Westen soll durch einen Hochhaus-Anbau an das Augustinum neuer Wohnraum entstehen. 
  • Das Hochhaus soll in Dreiecksform gebaut werden. 
  • Im Erdgeschoss soll zudem eine öffentlich zugängliche Gastronomie Platz finden. 

München - Das Altenwohnstift Augustinum am Stiftsbogen (Hadern) baut an. Auf einem benachbarten Grundstück soll ein weiteres 13-stöckiges Gebäude hochgezogen werden. Das beauftragte Münchner Architekturbüro Robert Meyer und Tobias Karlhuber hat den Bauantrag eingereicht. Gebaut werden soll auf dem Grundstück der ehemaligen Simeonskirche. Dort, wo früher das Gotteshaus stand, wird das Hochhaus errichtet, das sich in Form und Höhe an die beiden bereits bestehenden Wohntürmen unmittelbar an der Autobahn A 96 anpassen soll. „Wir haben uns für eine Dreiecksform entschieden“, erläuterte am Montag Architekt Robert Meyer in der Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Hadern. An den Appartment-Turm schließt sich noch ein viergeschossiger Riegel an. Insgesamt werden etwa 90 Wohnungen mit je zwei oder drei Zimmern entstehen. Wie die Direktorin des Hauses, Christiane-Maria Rapp, erläuterte, würden diese besonders nachgefragt, da Ehepaare gern gemeinsam in ein Appartement ziehen.

Augustinum in München: Im Erdgeschoss soll es einen öffentlichen Gastronomiebetrieb geben

Im Erdgeschoss des neuen Turms wird es einen Gastronomiebetrieb geben, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll. Darunter ist eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen vorgesehen. Im südlichen Bereich soll es ein „aktives Band“ mit Spiel- sowie Fitnessflächen und -geräten geben, ging Stefanie Vilsmaier, Mitarbeiterin von den beauftragten Burkhardt/Engelmayer/Mendel Landschaftsarchitekten, ins Detail. „Bäume werden fallen müssen“, machte Architekt Meyer klar: 26 geschützte sowie 29 nicht geschützte Bäume. Dafür werde es aber um die 100 Nachpflanzungen geben.

Bereits im vierten Quartal 2020 sollen die Bagger anrollen, im Herbst 2022 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein. Bei den Lokalpolitikern in Hadern rief die Nachricht vom Neubau Verwunderung hervor. Überrascht waren sie nicht so sehr davon, dass die Seniorenresidenz Neubaupläne hat, sondern vielmehr von der Tatsache, dass die Planung bereits so weit fortgeschritten ist. Bislang war das Gremium nicht involviert, es ist aber durchaus vom Konzept angetan. Auf dem Areal wird zudem der Glockenturm für die neue Simeonskirche gebaut. In den elf Meter hohen Turm sollen zur Erinnerung die Fenster der alten Simeonskirche eingelassen werden.

Margot Deny

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