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Rechte Parolen: Die Fensterfront des Büros der Abgeordneten Stephan Pilsinger und Josef Schmid wurde verunstaltet.

Nicht die erste Drohbotschaft

„Das Maß ist voll“: Nazi-Attacke auf CSU-Büro - Partei geht in die Offensive

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Ein Hakenkreuz und das Wort „Volksverrräter“ wurden auf die Fensterfront eines Münchner CSU-Büros geschmiert. Weil das nicht die erste Drohung darstellt, gehen die Politiker in die Offensive.

  • Mit rechtsradikalen Parolen haben Unbekannte die Fensterfront eines CSU-Bürgerbüros in München beschmiert.
  • Es war laut den Politikern nicht die erste Drohbotschaft.
  • Jetzt setzen sich die Parlamentarier zur Wehr.

Obermenzing - Das CSU-Bürgerbüro München-West/Mitte an der Obermenzinger Verdistraße ist in der Nacht zum Donnerstag mit rechtsradikalen Parolen beschmiert worden. Unbekannte Täter verunstalteten die Fensterfront mit einem Hakenkreuz und dem Wort „Volksverräter“.

Das Büro wird von dem CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Pilsinger und dem ehemaligen Münchner Bürgermeister Josef Schmid, der jetzt im Landtag sitzt, genutzt. Der Staatsschutz ermittelt, nachdem beide Politiker Anzeige erstattet haben. Auch das Material der Überwachungskamera wird ausgewertet.

CSU-Büro mit rechten Parolen verunstaltet: Parlamentarier erstatten Anzeige

Pilsinger sagte unserer Zeitung, er habe in der Vergangenheit schon öfter Drohbotschaften aus dem rechts- und linksextremen Spektrum bekommen, auch im Briefkasten. „Das Maß ist voll. Deshalb haben Josef Schmid und ich Anzeige erstattet“, erklärte der Parlamentarier. „Wir lassen und nicht einschüchtern.“

Video: Immer öfter rechtsradikale Gewalt gegen demokratische Politiker 

Dass jemand sich traue, ein hell ausgeleuchtetes Büro zu beschmieren, zeuge von der Skrupellosigkeit des Vorgehens. In einer gemeinsamen Stellungnahme zeigten sich beide Abgeordnete besorgt über die Tat: „Die wachsende Polarisierung in unserer Gesellschaft zeigt Früchte. Verrohung und Hass von Teilen der Gesellschaft nehmen ein bedenkliches Ausmaß an. Wir verurteilen diese feige Aktion!“ Die Tat zeige, „dass wir noch entschiedener gegen Extremisten jeglicher Couleur vorgehen müssen“. Hier brauche es ein breites bürgerliches Bündnis, erklärten Pilsinger und Schmid.

Gerade erst ist das Büro eines Bundestags-Abgeordneten beschossen worden - dieser will sich davon nicht einschüchtern lassen. Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wurde der Haftbefehl gegen einen der Verdächtigen aufgehoben.

Ein Fußball-Fan (21) aus dem Landkreis Erding ist im Suff total ausgerastet. Nach der Meisterfeier des FC Bayern 2019 pöbelte er rechte Parolen. Seine Strafe dürfte ihn sehr schmerzen.*

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsetzwerks.

Klaus Vick

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