32 mal zugeschlagen

Dank Katzen-Kamera: Polizei schnappt Serien-Einbrecher

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München - Der Münchner Polizei ist ein Schlag gegen eine im großen Stil agierende Einbrecherbande gelungen. Sie soll einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht haben.

Ein Bild aus einer Katzen-Kamera führte die Münchner Polizei auf die Spur einer bulgarischen Bande, die allein in München seit November vergangenen Jahres mindestens 32 Einbrüche verübte. Der Schaden geht jetzt schon in die Hunderttausende. Und die Münchner Polizei hockt auf einen Beuteschatz, von dem bislang noch niemand weiß, wem diese Schmuckstücke alle gehören.

Die Einbrüche trugen alle die gleiche Handschrift: „Die Serie begann im Münchner Westen, dehnte sich bald übers ganze Stadtgebiet und den Landkreis nach Oberbayern und Schwaben bis ins Allgäu nach Füssen aus. In allen Fällen setzten die Täter auf Schnelligkeit. Scheiben wurden einfach eingeschlagen, in Blitzesschnelle alles zusammengerafft und schon waren sie wieder weg.“, schilderte Kriminalhauptkommissar Hans-Peter Chloupek. Bis dem bulgarischen Kriminellen Ivo B. (37) ein kleiner, aber folgenschwerer Fehler unterlief. Bei einem Einbruch in Krailling im Januar grinste er neugierig in eine am Boden stehende Kamera, die die Bewohner zur Überwachung ihrer Katze aufgestellt hatten.

Ivo B. kein Unbekannter bei der Polizei

In Bulgarien hatte Ivo B. über zehn Jahre im Knast gesessen. „Auch unsere österreichischen Kollegen haben ihn sofort erkannt. Zudem hatten wir schon seine Fingerabdrücke und DNA.“ Ab jetzt hatte Ivo B. und seine Bande ein ernstes Problem – und zwar in Form von Kommissar Chloupek und seinen Kollegen. Als sich einer der Mittäter aus Ivos Bande in einem Hotel in Landsberg mit seinem Namen anmeldete, zog sich die Schlinge zu.

Mitten in der Nacht zum 28. Februar holte die Polizei die Bande aus den Federn. Auch in München fanden die Beamten einen Unterschlupf der Einbrecher im Münchner Norden. Ivo B. und zwei seiner Mittäter (20 und 28 Jahre) sitzen in U-Haft. Ein Münchner Handwerker (34) und eine Arbeiterin (29), die die Bande logistisch unterstützten, wurden später wieder freigelassen. Die Polizei (Kommissariat 53, Telefon 089/2910-0) sucht Zeugen, denen das Fahrzeug der Bande auffiel: Einen grünen VW Passat mit Kennzeichen HB (Hansestadt Bremen), in dem die Täter vermutlich auch außerhalb Bayerns unterwegs waren. Fotos des sichergestellten Schmucks werden in Kürze auf den Fahndungsseiten der Münchner Polizei im Internet gezeigt.

Münchner Polizei schnappt Einbrecherbande - die Bilder ihrer Beute

mm/tz

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