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Die Pasinger Moschee.

Anschläge in Pasing

Mysteriöser Unbekannter in Moschee-Keller: Hier geht die Angst um

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München - Die Besucher und Betreiber der Pasinger Moschee sind in Angst: Letztes Jahr wurde dort ein Brandanschlag verübt, dann wurde in das Auto des Imams ein Hakenkreuz gekratzt, und nun tauchte ein mysteriöser Unbekannter im Keller auf.

Voriges Jahr wurde Feuer gelegt.

Haci Mahmut P. hat Angst. Der Imam der Moschee und hatte in der Nacht auf 31. Mai sein Auto in der Einfahrt der Moschee geparkt, am nächsten Tag war es rundum zerkratzt, am hinteren Kotflügel ist ein Hakenkreuz zu erkennen. „Es ist schon das zweite Mal während des Ramadan, dass auf uns ein Anschlag verübt wurde“, so der Geistliche, der so verängstigt ist, dass er nicht in der Zeitung erscheinen will. „Seit den Morden des NSU haben die türkischen Mitbürger Angst vor Neonazis, die ja auch in München ihr Unwesen treiben“, sagt die Vorsitzende des Migrationsbeirates der Stadt Kivran Nükhet.

Dieses Jahr wurde ein Hakenkreuz in das Auto des Imams der Pasinger Moschee geritzt.

Am 24. Juni vorigen Jahres hatten Unbekannte in einer Holzhütte, die sich auf dem Moschee-Gelände befand, Feuer gelegt. Der Täter wurde nicht gefasst. Dann tauchte vorige Woche in der Moschee noch dieser Unbekannte auf: „Ein Mitarbeiter entdeckte ihn im Keller, es kann ja jeder in das Gebäude rein, unsere Türen sind offen“, so Nükhet. Als der Moschee-Mitarbeiter den Unbekannten fragte, was er suche, antwortete der in fließendem Deutsch, er suche die Toilette. Nükhet: „Als der Moschee-Mitarbeirbeiter sie ihm zeigen wollte, türmte der Unbekannte.“

Nükhet Kivran.

Die Polizei hat ein Bild von der Videoüberwachung, eine öffentliche Fahndung wurde bislang noch nicht eingeleitet. Kivrat wirft den Fahndern vor: „Es wird nicht mit dem nötigen Druck nach den Tätern gesucht. Wir fordern mehr Schutz für die Moschee, sporadische Streifenfahrten reichen nicht aus.“ Von der Polizei lag gestern bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme vor.

Johannes Welte

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