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Auf einer Koppel im Münchner Westen ist am Wochenende ein Pferd misshandelt aufgefunden worden

Anzeige gegen Unbekannt

Pferd mit Schnittverletzungen gefunden: War es ein Tierschänder?

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War es ein Tierschänder oder womöglich der Schlag eines anderen Pferdes? Am Wochenende sind bei einer Stute grobe Misshandlungen festgestellt worden - die Polizei ermittelt. 

München - Auf einer Koppel im Münchner Westen ist am Wochenende ein Pferd misshandelt aufgefunden worden. Es hatte Schnittverletzungen im Genitalbereich. Die Polizei ermittelt nun, ob ein Tierschänder sein Unwesen treibt.

Der Schreck sitzt tief bei der Besitzerin der 17 Jahre alten Stute. „Als ich am Sonntagmorgen davon erfahren habe, war ich wie in Schockstarre“, sagt die Münchnerin (39), die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Um 8.30 Uhr bekommt sie einen Anruf von der Betreiberin des Stalls. Das Tier ist auf einem Hof in Gröbenzell untergebracht. Sie entdeckt bei der morgendlichen Fütterung Schürfwunden am Kopf der Stute. Bei genauerem Hinsehen sieht sie außerdem, dass das Tier an den Genitalien verletzt ist. Sofort alarmiert sie die Tierklinik Wolfesing in Zorneding (Kreis Ebersberg).

„Das Tier hat ein großes Hämatom und auch ein Trauma erlitten“, sagt die Tiermedizinerin Wibke Walders. Wie die Wunden zugefügt wurden, kann sie nicht sagen. „Mit einem scharfen Gegenstand, es kann jedoch auch eine Schlagverletzung durch ein anderes Pferd sein.“ Zwei bis drei Wochen wird es Walders zufolge dauern, bis sich das Tier körperlich erholt hat. Inzwischen hat die Besitzerin Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Fall wird von der Münchner Polizei übernommen, weil die Koppel auf Stadtgebiet liegt.

Polizei untersucht Zusammenhang mit früheren Schändungen 

Die Stute steht nun wieder im Stall. „Sie wirkt sehr mitgenommen und abwesend“, sagt die Besitzerin. Es sei schwierig, die Wunden zu versorgen. Denn das Pferd will dort nicht berührt werden. „Sie lässt mich kaum an sich heran.“ Seit drei Jahren ist die Stute mit vier anderen in einem Offenstall untergebracht, der an eine Koppel angrenzt. Nachts sei die Tür verschlossen und das Schloss sei am Sonntagmorgen unversehrt gewesen. „Der Täter muss unter dem Zaun hindurchgekrochen sein“, mutmaßt die 39-Jährige.

Die Münchner Polizei prüft einen möglichen Zusammenhang mit einer Serie von Kuhschändungen, die von Juni 2014 bis Mitte April 2015 die Aubinger in Aufruhr versetzten. Drei Kühe mussten damals notgeschlachtet werden. Der Täter wurde bis heute nicht gefasst. 

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