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Polizei probt Anti-Terror-Einsatz: Die Bilder wirken echt, es sind aber nachgestellte Szenen.

Über 2000 Menschen im Einsatz

Szenario des Schreckens am Hauptbahnhof: Alle Infos zur Terror-Übung

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In der Nacht auf Mittwoch geht es am Münchner Hauptbahnhof zur Sache: In einem riesigen Test proben Einsatzkräfte den Ernstfall! Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

München - Es wird krachen und qualmen, klirren und quietschen – Sirenengeheul wird so manchen Anwohner im Bahnhofsviertel in der Nacht auf Mittwoch aus dem Schlaf reißen. Denn Münchner Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste trainieren ab Mitternacht für den Ernstfall: Terror in der Innenstadt! Was Sie in diesen Stunden beachten und wissen müssen, lesen Sie auf dieser Seite:

Was genau passiert in dieser Nacht? In der Nacht vom 17. auf den 18. April proben Polizei, Bundespolizei, Feuerwehren, Rettungsdienste sowie die Deutsche Bahn und das Landratsamt den genauen Einsatzablauf bei einer eventuellen Terrorlage. Dabei wird es zwei Schauplätze geben. Von Mitternacht bis vier Uhr morgens werden der Starnberger Flügelbahnhof am Münchner Hauptbahnhof und ein geschlossenes Areal im Münchner Norden die Szene für die Abwehr eines Terroristen bilden. Bei dem fiktiven Einsatz wird es einen Haupt-Bösewicht geben. Laut Polizei werde dieser aber nicht in martialischer Montur, sondern zunächst als Durchschnittsbürger in Erscheinung treten. Eine Expertengruppe des Münchner Polizeipräsidiums hat für die Übung sogar ein Drehbuch geschrieben.

Über 2000 Menschen proben im Katastrophengebiet Hauptbahnhof

Wie viele Menschen sind an der Übung beteiligt? Neben hunderten Feuerwehrleuten und Sanitätern werden rund 1000 Polizisten und 500 Katastrophenschützer von Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk und den Münchner Kliniken beteiligt sein. Zudem wird es 800 Statisten und Schauspieler geben. Manche werden aufwendig geschminkt, um mögliche Verletzungen zu simulieren.

Welche Straßen sind gesperrt? Sperrungen wird es in dieser Nacht an der Bayerstraße, der Paul-Heyse-Unterführung sowie an der Arnulfstraße geben (siehe Karte). Im Laufe der Übungen werden zudem Einsatzfahrzeuge in die abgesperrten Bereiche einfahren müssen. Es kann deshalb auch außerhalb des Sperr-Radius zu Behinderungen kommen.

Auf dieser Karte sehen Sie die Straßen und Zufahrten, die während der Übung gesperrt sind.

Fallen Züge aus? Der Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr soll mit Ausnahme von vereinzelten Gleisänderungen nicht beeinträchtigt werden. Die MVG teilt mit, dass es ab Dienstagabend bei Bussen und Trambahnen Einschränkungen gibt. Betroffen sind die Buslinien 58, 100 und 150 und die Tramrouten 16, 17 und N17. Mehr Infos: www.mvg.de.

Darf ich zuschauen? Nein. Der abgesperrte Bereich darf nicht betreten werden. Auch Sichtschutz wird angebracht.

Was passiert im Ernstfall? Am Mittwoch beginnt außerdem der Blitzermarathon. Die regulären Einsätze können trotzdem abgearbeitet werden. Die Polizei hat personell aufgestockt. 

Teilen Sie den Hinweis auf Facebook. Es sollen sich so wenig Menschen wie möglich erschrecken. 

Johannes Heininger

Lesen Sie auch: In der Nacht auf Montag proben die Einsatzkräfte am Münchner Hauptbahnhof also den Ernstfall und führen einen Anti-Terror-Übrung durch. Weitere Infos finden Sie hier.

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