Aber Nachbesserung bei der Oberflächengestaltung

Altstadtring: Ja zur Tunnel-Sanierung

München - Das jahrelange Dauerthema „Altstadtringtunnel“ geht auf die Zielgerade: Der Bezirksausschuss (BA) Maxvorstadt hat den Plänen der Stadt grundsätzlich zugestimmt. Er fordert aber weiter eine abgekoppelte Planung für die Oberflächengestaltung.

Die Stadtteilpolitiker geben also grünes Licht für die notwendigen sicherheitstechnischen Nachrüstungen in dem Tunnel, der seit 44 Jahren in Betrieb ist. Mit der Oberflächengestaltung aber ist man noch immer unzufrieden.

Wenn der Stadtrat im neuen Jahr zustimmt, könnten die Bauarbeiten 2018 beginnen und 2022 abgeschlossen sein. Allerdings fordern weiterhin alle Fraktionen im Bezirksausschuss, die Pläne für die Oberflächengestaltung von den eigentlichen Tunnelarbeiten abzutrennen. Hans-Stefan Selikovsky (SPD) kritisierte in der jüngsten BA-Sitzung erneut, das bisherige Vorhaben sehe an Gabelsbergerstraße und Oskar-von-Miller-Ring lediglich „straßenbegleitendes Grün“ vor. Anrainer, BA und der Verein Münchner Forum verlangen seit Jahren, im Zuge der Baumaßnahme die Maxvorstadt und das Kunstareal besser an die Altstadt anzubinden und beispielsweise vor der Markuskirche einen attraktiven Platz zum Verweilen zu schaffen. Nach Willen der Stadtteilpolitiker soll die Stadt zur Planung der Freiflächengestaltung ein „konkurrierendes Verfahren“ eröffnen. Dabei solle laut BA-Chef Christian Krimpmann (CSU) ein Architekt neue Entwürfe vorschlagen und auch die Maxvorstädter Bürger sollen sich einbringen können. Die Möglichkeit, ein solches Verfahren zu betreiben, das dann parallel zur gewünschten und nicht kritisierten Tunnelsanierung läuft, räumt auch das Planungsreferat in seiner Beschlussvorlage ein.

Der Bezirksausschuss forderte zudem, die Stadt dürfe die Position der Fahrbahnkanten „nicht zementieren“, um die Oberflächenplanung möglichst offen zu gestalten. Dem stellt sich das Baureferat entgegen: Änderungen in diesem Punkt würden die gesamten bisherigen Planungen in Frage stellen, weil dadurch die Zu- und Abläufe am Tunnel betroffen seien. Im Zuge der Sicherheitsnachrüstung wird im Tunnel zwischen den Fahrtrichtungen eine neue Mittelwand eingezogen, dadurch entfällt eine der bisherigen drei Spuren in West-Ost-Richtung.

Philipp Nowotny

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