Ludwigsvorstadt

Asylbewerber stellt Handtaschenräuber

München - In der Schützenstraße wird einer Frau ihre Handtasche von einem Afghanen brutal entrissen. Der Täter flieht - ein junger Mann aus dem Sudan stellt ihn. 

Zwei Handtaschenräuber versuchen am Wochenende ihr Glück. Nur einer macht - vorübergehend - Beute. 

Am Sonntag gegen 03.40 Uhr war eine 36-jährige Münchnerin alleine in der Schützenstraße unterwegs. Dort näherte sich ein Mann von hinten, packte die Handtasche, die die 36-Jährige quer über den Körper trug, und riss derartig stark daran, dass der Riemen abriss. Die Münchnerin geriet dadurch ins Straucheln, konnte aber einen Sturz verhindern. 

Der Täter flüchtete mit der Tasche in Richtung Alten Botanischen Garten. Durch die Hilferufe der 36-Jährigen wurde ein 18-jähriger sudanesischer Asylbewerber auf den Vorfall aufmerksam. Er nahm sofort die Verfolgung des Täters auf und konnte ihn nach kurzer Zeit stellen und festhalten. 

Der aggressive Täter wehrte sich, schlug und trat nach dem Helfer. Erst nachdem weitere Passanten zur Hilfe eilten, konnte er endgültig festgehalten und der Polizei übergeben werden. Bei dem Täter handelt es sich um einen afghanischen Asylbewerber, dessen Identität noch nicht eindeutig geklärt ist. 

In seiner Vernehmung gab er an Drogen genommen zu haben und sich deshalb an nichts mehr erinnern kann. Er wird zur Klärung der Haftfrage heute dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

Festnahme noch in der Nähe des Tatorts

Einen Tag zuvor war es in Ramersdorf beim versuchten Handtaschenraub geblieben:

Am Samstag, 16.04.2016, gegen 21.00 Uhr, befand sich eine 23- jährige Münchnerin auf dem Nachhauseweg im Sandgrubenweg. Etwa 200 Meter von der Haltestelle Weddingstraße (Linie 55) entfernt, trat völlig unvermittelt ein unbekannter Mann von hinten an sie heran und würgte die Münchnerin. Gleichzeitig versuchte er die Handtasche der 23-Jährigen zu entreißen. Nachdem diese sich vehement zur Wehr setzte und laut um Hilfe schrie, ließ der Täter von der Münchnerin ab. Er konnte zunächst unerkannt den Sandgrubenweg in Richtung Ottobrunner Straße flüchten. 

Die 23-Jährige wurde durch den körperlichen Angriff nicht verletzt. Nachdem die Münchnerin nach der Tat sofort den Polizeinotruf 110 alarmierte, konnte kurze Zeit später in unmittelbarer Tatortnähe ein 21-jähriger Münchner festgenommen werden. Im Zuge der nachfolgenden Vernehmung legte der 21-Jährige ein Geständnis ab.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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